Sieht auf diesem Foto nicht so aus, aber American Staffordshire Terrier werden als "gefährliche Hunde" eingestuft. Foto: Marcus Brauer/pixelio.de

Plettenberg. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr musste am heutigen Montag (9. Oktober) mit Unterstützung der Polizei ein Hund der Rasse American Staffordshire Terrier entzogen werden. Das berichtet Ordnungsamtsleiter Thorsten Spiegel.

Dieser so genannte „Kampf-“ oder auch „Listenhund“ stammte aus dubioser privater Quelle und nicht aus einem Tierheim. Bereits deshalb konnte in diesem Fall die von Anfang an vorzuweisende Haltungserlaubnis nicht erteilt werden. Zu allem Überfluss verschleierte die Halterin die Rassezugehörigkeit, legte keine Sachkundeprüfung beim Kreisveterinäramt ab und keinen Tierhalterhaftpflichtversicherungsnachweis vor.

Thorsten Spiegel erklärt: „Werden so genannte ‚gefährliche Hunde‘, bei denen der Landesgesetzgeber ein höheres Gefahrenpotenzial vermutet (Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden) ohne die von Anfang an vorzuweisende Haltungserlaubnis gehalten, müssen die Hunde regelmäßig entzogen werden. Die Erlaubniserteilung scheitert bei den genannten Rassen so gut wie immer schon am fehlenden Haltungsbedürfnis, sofern die Tiere nicht aus einem Tierheim stammen.“

Diese Hunde sowie „Hunde bestimmter Rassen“ (American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler, Tosa Inu und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden) dürfen auch im übrigen nur unter engen Voraussetzungen (Volljährigkeit, Führungszeugnis, Sachkundenachweis vom Kreisveterinäramt, Herkunftsnachweis, Erklärung über ausbruchsichere Haltung usw.) gehalten werden.

Da die Anschaffung eines Tieres immer zur persönlichen Lebenssituation passen sollte und einige Vorschriften des Landeshundegesetzes auch für andere größere Hunde gelten (z.B. Sachkundenachweis vom Tierarzt, Nachweis einer Tierhalterhaftpflichtversicherung), empfiehlt das Ordnungsamt, sich unbedingt schon im Vorfeld der geplanten Anschaffung eines Hundes beim Tierarzt über die Bedürfnisse des Hundes und beim Ordnungsamt über die jeweiligen rechtlichen Haltungsvoraussetzungen zu informieren.

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