Das Kriegerdenkmal an der Lennestraße in Ohle Foto: Stadt Plettenberg

Plettenberg. Das Kriegerdenkmal in Ohle wird in die Denkmalliste eingetragen. Das beschloss der Planungs- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch.

Ausschussmitglied Siegfried Davideit (SPD) führte dazu aus, dass sich die Kompanie Ohle des Schützenvereins Eiringhausen seit etwa 30 Jahren um die Pflege des Kriegerdenkmals an der Lennestraße kümmere. „Wir haben das einfach gemacht und zwar ehrenamtlich“, berichtete Davideit, früher selbst Ohler Kompaniechef. Er fragte, ob durch den Denkmalschutz nun Kosten enstehen würden und wer diese übernähme. Hartmut Engelkemeier von der Stadtverwaltung meinte, dass sich durch den Eintrag in die Denkmalliste in dieser Hinsicht nichts verändere. Einmütig würdigte der Ausschuss den ehrenamtlichen Einsatz der Kompanie Ohle und wünschte, dass dieser fortgesetzt werde.

Martina Reinhold (SPD) regte an, einen Kostenvoranschlag für die Erneuerung der Schrift auf den Gedenktafeln einzuholen. Seniorenvertreterin Giesela Werda wies auf das LEADER-Programm hin, über das eventuell Fördermittel für eine Restaurierung des Denkmals beantragt werden könnten.

Die Sachdarstellung der Stadtverwaltung

„Auf Antrag des gemeinnützigen Fördervereins für Denkmalpflege Plettenberg e.V. hat der Landschaftsverband Westfalen Lippe – Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen das o.g. Kriegerdenkmal fachlich überprüft mit dem Ergebnis, dass es sich dabei um ein Baudenkmal im Sinne von § 2 des Denkmalschutzgesetzes NW handelt.

Zum Denkmalumfang zählen das Monument mit Sockel und die vier im Halbkreis hinter dem Denkmal befindlichen Bäume.
Es wird beschrieben als ein, auf einem gestuften und quadratischen Fundament von kräftigen Rundsäulen getragener Baldachin. Dieser birgt einen altarartigen Sockel, auf dem ein Stahlhelm mit einem Bündel Eichenlaub liegt. Die Säulen sind in der Höhe des „Altarsockels“ mit Lorbeergebinden umkränzt. Auf den Säulen ruht eine quadratische Denkplatte, worauf sich wiederum ein zweistufiger Sockel befindet, der ein Tatzenkreuz, das an das „Eiserne Kreuz“ erinnert, trägt. Das Monument ist aus grauem Granit zusammengefügt.

Auf der nordöstlichen (Straßen-)Seite befindet sich auf der oberen Deckplatte die Inschrift: „Unseren Helden. Die dankbare Gemeinde.“ Der Sockel trägt den Schriftzug: „Helden gefallen im Ringen um Deutschlands Ehre und Sein. Nie wird ihr Name verklingen. Heilig soll er uns sein.“
Auf den drei übrigen Seiten des Sockelblocks sind die Namen der Gefallenen eingemeißelt, die jedoch nicht mehr gut lesbar sind.

Die Denkmaleigenschaft wird damit begründet, dass das Kriegerdenkmal für die Geschichte des Menschen, hier für die Ortsgeschichte von Plettenberg-Ohle bedeutend ist, da es an die Betroffenheit der Bevölkerung in diesem kleinen Ort, die von dem „Großen Krieg“ ausging, erinnert.“

 

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