OGS-Mirarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Birgit Buchholz (Geschäftsführerin des AWO-Unterbezirks), Susanne Berndt und Gordan Dudas. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Der Bedarf an Betreuung an Offenen Ganztagsschulen (OGS) wächst. Finanzierung und Ausstattung hinken aber oft hinterher. Mit der Kampagne „Gute OGS darf keine Glückssache sein“ machen sich die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in NRW jetzt für den Ausbau der Standards und die dauerhafte Sicherung der Qualität in den Einrichtungen stark.

Starke Schwankungen

„Die finanzielle Unterstützung schwankt stark“, sagt Susanne Berndt. Sie ist beim AWO-Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis für die Koordinierung der Schulbetreuung zuständig. „In einigen Gemeinden erhalten die Träger pro Platz jährlich 3000 Euro, in anderen müssen sie mit 1600 Euro auskommen.“

Landtagsabgeordneter am Info-Stand

Über diese Schieflage diskutierten OGS-Mitarbeiterinnen der AWO am Mittwoch auch mit dem Lüdenscheider SPD-Landtagsabgeordneten Gordan Dudas. Dudas besuchte den Info-Stand der AWO auf dem Sternplatz. Für den Politiker steht fest: „Der offene Ganztag ist in erster Linie ein Bildungsangebot.“ Er setze das fort, was in den Kindertagesstätten mit der frühkindlichen Bildung beginne. „Deshalb sind der Bund und auch die Länder in der Pflicht, für eine auskömmliche Finanzierung zu sorgen.“ Wichtig sei allerdings auch, dass die entsprechenden Mittel an die Kommunen weitergereicht würden.

AWO betreut im Südkreis 320 Kinder

Der Infostand war mit jeder Menge Kinderzeichnungen geschmückt. Foto: Wolfgang Teipel

Dudas will sich bald eine Übersicht über die Lage vor Ort verschaffen. Er wird die Einrichtungen der AWO in Lüdenscheid, Meinerzhagen und Schalksmühle besuchen. Die AWO betreut hier sieben offene Ganztagsschulen mit zurzeit 320 Kindern.

Für viele Familien unverzichtbar

„Die offene Ganztagsschule hat einen Bildungsauftrag. Sie ist für viele Familien unverzichtbar. Dabei zählen Qualität und Verlässlichkeit. Deshalb braucht der Offene Ganztag endlich einen klaren gesetzlichen Auftrag und einen verbindlichen Rahmen“, sagt Susanne Berndt. Beides müsste mit den Regelungen für Kindertagesstätten vergleichbar sein.

Aktion vor dem NRW-Landtag

Am 12. Juli wollen die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege ihren Forderungen mit einer Aktion vor dem Düsseldorfer Landtag Nachdruck verleihen. Auch hier wird sich Gordan Dudas an den Gesprächen beteiligen. Dafür, dass der SPD-Politiker auch passend gekleidet erscheint, sorgte am Mittwoch Susanne Berndt. Sie überreichte ihm das Aktions-T-Shirt mit der Aufschrift „Gute OGS darf keine Glückssache sein“.

 

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