Symbolfoto: © 500cx - Fotolia.com

Hagen. Unglaublich und wahnsinnig zugleich, was die Polizei am Donnerstagabend (2. Juni) bei einer Geschwindigkeitsmessung auf der Feithstraße erlebte:

Ein 31-jähriger Renault-Fahrer, so die Schilderung im Presseportal der Polizeibehörde, war mit 121 Stundenkilometer über die Straße Richtung Emst gerast. – Die Messtelle war dabei nur weniger Meter hinter jener Stelle aufgebaut, wo ein Horrorunfall am 19. Mai dieses Jahres fünf Schwerverletzte forderte. Ein sechsjähriges Kind schwebte wochenlang in Lebensgefahr. Der Unfall hatte in Hagen viele Diskussionen ausgelöst und Emotionen aufgewühlt. An der Stelle gilt die allgemeine innerörtliche Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Bei den am Donnerstag gemessenen 121 Km/h sei die Messtolerenz von vier Stundenkilometern bereits  abgezogen, schreibt die Polizei. Die Messung mit dem Lasergerät fand am frühen Abend um 19.42 Uhr statt.

Nicht angeschnallt und Baby auf dem Schoß

Die Polizei berichtet weiter: „Der Raser war angeschnallt, ebenso sein sechsjähriger Sohn in einem Kindersitz auf dem Beifahrersitz. Auf der Rücksitzbank saß ohne Gurt die Ehefrau des Mannes und auf ihrem Schoß das eineinhalbjährige Baby.“

Drei Monate Fahrverbot

Der Autofahrer habe sich bei den Polizeibeamten für sein Verhalten entschuldigt; er hätte nicht auf die Geschwindigkeit geachtet.

Der Bußgeldkatalog sieht für diesen Geschwindigkeitsverstoß ein dreimonatiges Fahrverbot und ein Bußgeld in Höhe von 680 Euro vor. Die Polizei hat bereits Kontakt mit der Straßenverkehrsbehörde und der Bußgeldstelle aufgenommen.

Ärzte: Sechsjähriger auf Weg der Besserung

Am gleichen Tag veröffentlichte die Polizei auch eine gute Nachricht: Der sechsjährige Junge, der bei dem oben erwähnten Unfall vom 19. Mai lebensgefährlich verletzt worden war und mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste, ist nach Auskunft der behandelnden Ärzte vom heutigen Freitag (3. Juni) mittlerweile außer Lebensgefahr. Er befinde sich, so die Mitteilung, auf dem Weg der Besserung.

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