Mit dem Projekt "Tunnel des Lichts" hat das Jugendkulturbüro Lüdenscheid hat beim Kinder- und Jugendkulturpreis NRW den dritten Platz belegt.

Lüdenscheid. Das Jugendkulturbüro Lüdenscheid hat beim Kinder- und Jugendkulturpreis NRW den dritten Platz belegt. Beim Projekt des Jugendkulturbüros haben Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren die Fußgängerunterführung Sauerfeld freundlicher gestaltet – und das überzeugte die Jury. Dafür erhält das Jugendkulturbüro jetzt ein Preisgeld von 1.000 Euro. Insgesamt hat die Jury aus 234 Bewerbungen 12 Preisträger auswählt. Mit dem Kinder- und Jugendkulturpreis zeichnet NRW wegweisende Kulturprojekte von Kindern und Jugendlichen aus.

Tunnel des Lichts

Mit dem »Tunnel des Lichts« haben Jugendliche zwischen zwölf und 20 Jahren eine stark frequentierte Fußgängerunterführung attraktiver gestaltet. Begleitet wurden das offene Projekt und der Projektträger Jugendkulturbüro von der Stadtplanung und dem Stadtumbaubüro.

Die Jugendlichen konnten das Motto selbst wählen und eigene Ideen in die Gestaltung einbringen. Sie erfuhren so, dass aktive Teilnahme und Eigeninitiative für ihre Stadt auf positive Resonanz stößt und ihnen ein Gefühl von Stolz und Identität verleiht. Das Thema Licht passt thematisch einerseits zur Ortssituation, andererseits zur Stadt Lüdenscheid, die den Titel »Stadt des Lichts« trägt.

Im ersten Workshop standen unter Anleitung zweier Künstlerinnen die Suche nach der geeigneten Gestaltungsidee sowie das Umsetzungskonzept im Vordergrund. In der zweiten Phase wurde die handwerkliche und künstlerische Gestaltung vor Ort vorgenommen.

Lampensilhouetten und bunte Leuchtstoffröhren

Die Tunnelwände erhielten eine malerische und plastische Gestaltung (verschiedene, zum Teil historische Lampensilhouetten); die gegenüberliegende Glasbausteinwand wurde mit bunten Leuchtstoffröhren illuminiert und mit Farbfolien beklebt Luisa Heinrich, 16, sagte dazu: „Es war eine tolle Chance, unsere Stadt mitzugestalten und selbst zu verändern, was uns nicht an ihr gefällt. Das Endergebnis beweist, dass es keine weltbewegenden Projekte braucht, um den Wert eines Teils unserer Stadt zu erhöhen. Kim Kursawe, 16, meint: „Mir hat die Zusammenarbeit besonders gefallen und vor allem das Ergebnis, das zeigt, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben

Alle zwei Jahre zeichnet der 1990 geschaffene Jugend.Kultur.Preis NRW landesweit herausragende Kulturprojekte von und mit Kindern und Jugendlichen aus. Die Bewerbungen kommen aus allen künstlerischen Sparten und öffnen den Blick dafür, was junge Menschen bewegt und begeistert, was ihr Leben und Umfeld ausmacht.
Die Bewerber sind so vielfältig wie die Projekte selbst: Theater, Jugendzentren, Jugendkunstschulen, Kindertagesstätten, Soziokulturelle Zentren, Musikschulen, Museen, Stadtteilinitiativen, Schulen, Kinder und Jugendliche selbst uvm. bewerben sich um die begehrten Auszeichnungen.
Preise im Gesamtwert von 15.000 Euro verteilen sich auf die vier Kategorien: Jugendkulturpreis NRW, Kinderkulturpreis NRW, Young Europe Award und Online Award.

 

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