Sie trafen sich im Kreishaus zum "Runden Tisch Motorradlärm". Foto: Hendrik Klein/Märkischer Kreis

Herscheid/Märkischer Kreis. (pmk) Im Lüdenscheier Kreishaus trafen sich jetzt Vertreter verschiedenster Behörden zum „Runden Tisch Motorradlärm“. Im Mittelpunkt: die L 707 über die Nordhelle.

Beim Märkischen Kreis, aber auch bei Straßen.NRW, häufen sich die Beschwerden über Motorradlärm an bestimmten, von den Zweiradfahrern beliebten Strecken. Das trifft beispielsweise auf die K3 an der Kerspe-Talsperre zu, vor allem aber auf die L707 über die Nordhelle. Grund genug für den Kreis, zu einem „Runden Tisch Motorradlärm“ ins Lüdenscheider Kreishaus einzuladen.

Dort trafen sich jetzt Vertreter des Kreises, der Bezirksregierung, der Polizei und von Straßen.NRW, um nach möglichen Lösungen zu suchen. Die „Nordhelle“ ist seit vielen Jahren eine sogenannte Unfallhäufungsstelle und immer wieder Thema in der Unfallkommission. In der Zeit von 2010 bis Oktober 2016 notierte die Polizei auf der Strecke zwischen Herscheid und Meinerzhagen-Valbert zahlreiche Verkehrsunfälle. Es verunglückten 42 Motorradfahrer, 22 Autofahrer und ein „Sonderfahrzeug“.

Die Zunahme der Zweiradunfälle wurde auch damit begründet, dass es seit 2013 durchweg „gute Sommer“ für die Motorradfahrer gegeben habe und die Fahrbahn instandgesetzt worden sei. Außerdem hätten die Zulassungszahlen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Gleichwohl bleibe die Raserei einiger unvernünftiger Zweiradfahrer und die steigende Lärmbelästigung ein Problem. „Die Nordhelle ist unser größtes Problem“, so Jutta Heedfeld, Fachbereichsleiterin öffentliche Ordnung beim Märkischen Kreis.

Kontrollen und Geschwindigkeitsbegrenzungen ohne Erfolg

Sowohl die gesteigerte Kontrolldichte der Polizei, Geschwindigkeitsbegrenzungen als auch der Einbau von Fahrbahnschwellen haben nicht den erhofften Erfolg gehabt. Die Nordhelle bleibt eine von den Motorradfahrern geschätzte Strecke. Eine Entlastung erhoffen sich alle Beteiligten, sollte die angedachte Sperrung des Parkplatzes an der sogenannten „Applauskurve“ am Ebbe-Nordhang tatsächlich kommen.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises „Motorradlärm“ soll im nächsten Jahr stattfinden. Dann sollen auch Vertreter der lärmgeplagten Anwohner und von Motorradfahrer-Verbänden dazu gebeten werden.

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