Teilnehmer der Aktion Stadtradeln mit dem Radfahrerteam des Rad-Sport-Clubs Hagen. Mit dabei auch Leon Thomas, Bürgermeister der jamaikanischen Klimapartnerstadt Portmore. Foto: Michael Aust

Hagen. Schafft Hagen beim dreiwöchigen Stadtradeln 2016 das Vorjahresergebnis zu toppen? Supergut sieht es zurzeit noch nicht aus. Die Statistik zur Auftaktwoche weist 85 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus, die zusammen 4.495 Kilometer erradelten. Will Hagen sein Vorjahresergebnis toppen, ist es noch ein weiter Weg. 2015 kam die Volmestadt nach drei Wochen auf 27.531 Kilometer, die von 193 Radlerinnen zurückgelegt wurden. Die CO2-Vermeidung wurde im Vorjahr mit 3.964 Kilogramm beziffert, aktuell sind es in der 2016-Zwischenbilanz 638,8 Kilogramm.

Radeln für den Klimaschutz – 474 Kommunen dabei

Das Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis. Dem gehören 1700 Städte, Gemeinden und Landkreise in 26 Ländern Europas an. Es ist das größte Netzwerk lokaler Aktivitäten zum Schutz des Weltklimas. Mit dem Stadtradeln soll in Deutschland aktive Radverkehrsförderung betrieben und so aktiv Klimaschutz geleistet werden. Dabei sind die Regeln bewusst einfach gehalten. Die Aktion in einer Stadt geht über drei Wochen. Sie muss zwischen dem 1. Mai und 30. September stattfinden. Nach 341 in 2015 sind in diesem Jahr 474 Kommunen dabei.

Laut Statistik zwei Ratsmitglieder dabei

Wie der Tach! am 19. Mai 2016 berichtete, hat der Rat der Stadt beschlossen, sich auch in diesem Jahr an der Aktion zum Klimaschutz zu beteiligen. Damit ist die ideelle Unterstützung aktenkundig. Allerdings will die Radel-Kampagne KommunalpolitikerInnen auch motivieren, persönlich in die Pedale treten. Mittels jederzeit einsehbarer Online-Statistik lässt sich verfolgen wie erfolgreich das ist. Für 2015 weist die Ratsmitglieder-Beteiligungsstatistik für Hagen die Zahl „1“ aus. Da ist immerhin eine Steigerung um 100 Prozent erreicht. Aktuell (7.6.2016) sind zwei Ratsmitglieder als aktive Teilnehmer notiert. Beim Blick auf die Team-Namen sind „Die Grünen“ (2) und „Team CDU“ (1) zu finden.

Bürgermeister aus Jamaika begeistert beim Umweltfest

Wie man so richtig in die Pedale treten kann, zeigte der Bürgermeister der Klimapartnerstadt Portmore (Jamaika) am Samstag (4.6.2016) beim Umweltfest auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Unter Beifall radelte Leon Thomas seine zehn Kilometer mit dem Fitnessrad, so die Information aus dem Rathaus zum Auftakt des Stadtradelns. Aktiv dabei war auch Hagens Umweltdezernent Thomas Huyeng, der mit dem Radsport-Club-Hagen an der Sternfahrt von Vorhalle in Hagens Mitte teilnahm.

Radsport-Club-Hagen stellt zurzeit das größte Team

Die Radsportler stellen aktuell das größte Team in der Beteiligungsstatistik. Auch das ist noch zu toppen, wie der Blick ins Vorjahr zeigt. Bis zum 24. Juni können noch alle Hagenerinnen und Hagener mitmachen. Und auch die, die nicht in Hagen wohnen, aber dort arbeiten, dort eine Schule oder Hochschule besuchen oder in einem Verein Mitglied sind, können dabei sein. Online auf Stadtradeln.de gibt es alle notwendigen Infos und auch aktuelle Ergebnisse und Zwischenstände.

Blick in die Nachbarschaft: Unna besonders erfolgreich

Manchmal lohnt zur Motivation ja ein Blick in die Nachbarschaft. Im Kreis Unna endete am Freitag (3.6.2016) das Stadtradeln in Unna mit folgenden Zahlen: „1.447 RadlerInnen, davon 18 Mitglieder des Kommunalparlaments, legten insgesamt 230.746 km mit dem Fahrrad zurück und vermieden dabei 32.766 kg CO2“. Damit wurde das 2015-Ergebnis, abgesehen von der Ratsbeteiligung, deutlich verbessert: 947 RadlerInnen, 21 Mitglieder des Kommunalparlaments, 193.285 km, 27.833 kg CO2-Vermeidung. In der Nachbarstadt Iserlohn sieht die Statistik anders aus. 2016 ist die größte Stadt im Märkischen Kreis nicht in der Statistik vertreten, 2015 wurden 20 TeilnehmerInnen mit 4732 Kilometern notiert.

Aufmunterung aus der Stadtverwaltung

Wohin geht die Hagener Tendenz 2016? Richtung Unna? Richtung Iserlohn? Aus der Stadtverwaltung heißt es dazu aufmunternd an alle: „Die Stadt Hagen ruft weiterhin alle Kommunalpolitiker sowie Bürger auf, beim ‚Stadtradeln‘ in den drei Wochen teilzunehmen und so ein deutliches Zeichen für mehr Radverkehr und für den Klimaschutz zu setzen.“ Und auch der Rad-Sport-Club Hagen ruft dazu auf, das Vorjahresergebnis zu übertreffen.

Fragen zur Aktion beantworten vom Umweltamt Silke Scheibe (Telefon 02331/207-2119, E-Mail silke.scheibe@stadt-hagen.de) oder Petra Leng (Telefon 02331/207-3161, E-Mail petra.leng@stadt-hagen.de).

Links zum Thema:

Die Kampagneseite Stadtradeln

Registrierungseite für Radlerinnen und Radler

Hagener Ergebnisseite 2016 Stadtradeln mit Angabe der lokalen Registrierungszahlen

Hagener Ergebnisseite 2015

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1 KOMMENTAR

  1. Wenn die Stadt mal ein paar mehr Gehwege frei geben würde…
    Z.b. Bahnhof-Haspe, wo man morgens echt Angst um sein Leben haben muss.
    Zu dem ist es Hagen, Hagen macht sich bei seinen Stadtteilen zunehmend unbeliebte.
    Warum sollten sich dann die Leute anmelden selbst wenn sie Rad fahren?

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