Nina Dahlmann
Nina Dahlmanns Gesang ist eine Liebeserklärung an den Jazz.

Lüdenscheid. Sie erscheint ein wenig schüchtern in ihrem grün-schwarz gemusterten Kleid. Mädchenhaft. „Ich rede nicht so gern. Ich singe lieber“, sagt Nina Dahlmann. Minuten später weiß das Publikum im Bistro „Ciccolina“ auch warum. Die junge Frau aus Bergkamen singt den Jazz, als sei er ihr in die Wiege gelegt worden. Die ehemalige Schülerin von Jane Franklin an der Musikschule Bergkamen war bereits beim Landeswettbewerb „Jugend jazzt“ erfolgreich. Größere Taten könnten folgen. Das Studium des Jazzgesangs hat sie gerade erst aufgenommen.

Nina Dahlmanns Liebeserklärung an den Jazz

Was in dem Nachwuchstalent steckt, überzeugte die Gäste des Jazzclubs Lüdenscheid bei einer Matinee-Veranstaltung am Sonntag. Zusammen mit Sven Bergmann (Klavier), Uli Bär (Kontrabass) und Dimitri Telmanov (Trompete und Flügelhorn) präsentierte Nina Dahlmann ihr Programm „Jazz for Lovers“. Dabei handelt es sich sowohl um eine Auswahl von Liebesliedern aus der Jazz- und Popgeschichte als auch um eine Liebesklärung an den Jazz selbst.

Brasilianische Klänge

Nina Dahlmanns Interpretation von Bill Evans „Some other time“ beispielsweise, greift auf besondere Weise die introvertierte und lyrische Sensibilität auf, die der Pianist Bill Evans in den Jazz eingeführt hat. Die junge Sängerin fühlt sich aber auch in anderen Genres wohl. So begeisterte sie das Publikum mit „Aqua de beber“, einem Song des brasilianischen Komponisten Antonio Carlos Jobim.

Nina Dahlmann
Nina Dahlmann und Uli Bär bei „Route 66“ im Duett.

Immer wieder singt Nina Dahlmann längere Skat-Passagen und beweist mit dieser Form des lautmalerischen Gesangs Fantasie und einen erstaunlichen Stimmumfang.

Unterstützt wurde das Nachwuchs-Talent am Sonntag von drei Instrumentalisten, von denen jeder ein Könner seines Fachs ist. Bassist Uli Bär sorgte für das groovige Fundament und lief bei „Route 66“ im Duett mit Nina Dahlmann zu großer Form auf. Pianist Sven Bergmann fühlt sich im Modern Jazz zuhause und der aus der Ukraine stammende Dimitri Telmanov ist, so Uli Bär, der „beste nach Klitschko“, begeisterte mit seinen leidenschaftlichen Soli auf Trompete und Flügelhorn.

Am 27. Februar ist der Jazzclub Lüdenscheid erneut im „Ciccolina“ an der Bräuckenstraße 95 (Schneckenhaus) zu Gast. Ab 20.30 Uhr spielen dann „Harmonica Pete & The Blue Jukes“.

 

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