Das neue hochmoderne Gerät ermöglicht die Nierenersatzteherapie für Intensivpatienten im Plettenberger Krankenhaus. Auf dem Foto von rechts: Yvonne Stiller, Dr. Georg Krupp und Carsten Figge Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Im Plettenberger Krankenhaus steht ab sofort kritisch Erkrankten eine neue Therapiemöglichkeit zur Verfügung. Schwerkranke Intensivpatienten, die bisher bei vorübergehendem Ausfall der Nierentätigkeit in ein anderes Krankenhaus verlegt werden mussten, können nun, für sie schonender, in Plettenberg weiterbehandelt werden.

Die notwendige Nierenersatztherapie, die vorwiegend als citratbasierte Hämofiltration oder Hämodialyse mit einem hochmodernen Gerät vor Ort durchgeführt wird, erweitert das Behandlungsspektrum in der Versorgung kritisch kranker Patienten.

Führt eine schwere Infektionskrankheit oder ein Kreislaufversagen zum Versagen der Nieren, ist die frühzeitige Behandlung mit einem Nierenersatzverfahren für die Erholung des Kranken von großer Bedeutung. „Der Bedarf ist da und steigt“, stellt Chefarzt Dr. Georg Krupp fest. Das medizinische Personal auf der Intensivstation des Krankenhauses nahm an entsprechenden Fortbildungen teil.

Krankenhaus-Geschäftsführerin Barbara Teichmann erklärt: „So eine Ausstattung ist für ein kleines Krankenhaus wie unseres untypisch, weil sich dieses Gerät wirtschaftlich nicht rechnet. Dafür ist die Zahl der Fälle zu gering.“ Aber wenn es auch nur einem Patienten das Leben rette, sei die Anschaffung gerechtfertigt.

Entsprechend freuen sich Ärzte und Pflegepersonal des Krankenhauses über die erweiterten Therapiemöglichkeiten, die der neue Krankenhausträger Die Med (Radprax Gruppe) mit der Anschaffung des Gerätes möglich gemacht hat.

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