Rathaustunnel
Die Sanierung dauert voraussichtlich zwei Jahre. Jeweils eine Röhre wird dann für etwa ein Jahr voll gesperrt. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „Die angekündigte Sanierung des Lüdenscheider Rathaustunnels an der L 530 ist dringend geboten“, so der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas. „Der Rathaustunnel entspricht nicht mehr dem Stand der Technik und weist bauliche Mängel auf. Deshalb ist die Sanierung unumgänglich.“ Für den Landespolitiker ist klar: „Sicherheit geht vor! Die Menschen in Lüdenscheid haben ein Recht darauf, dass der Tunnel für alle sicher befahrbar wird“, so Dudas. „Die bestehenden Behinderungen im Lüdenscheider Rathaustunnel sorgen für einen stetigen Informationsbedarf bei uns allen. Das hohe öffentliche Interesse an kontinuierlichen Information zum Sachstand Tunnelsanierung aus der Bürgerschaft wird durch viele Anfragen auch an mich deutlich. Daher stehe ich auch hierzu in regelmäßigem Kontakt zu Straßen.NRW“, so der heimische Landtagsabgeordnete.

Technische und bauliche Mängel

Nachdem Dudas mit dem Landesbetrieb kürzlich Kontakt getreten war, liegt nun zwischenzeitlich der aktuelle Sachstand vor: Bekanntlich weist der Tunnel neben technischen auch erhebliche bauliche Mängel auf, darunter Risse in Decke und Wänden, Streckenentwässerung mit Anschluss von Hausentwässerungen, schadhafte Beschichtungen und zu schmale Notgehwege. Zudem hatte das Ende 2014 in Auftrag gegebene Brandschutzgutachten zum Ergebnis, dass die Standsicherheit des Bauwerks im Brandfall beeinträchtigt sein kann.

Betriebstechnik wird erneuert

Daher wird einhergehend mit der Brandschutzsanierung auch die Betriebstechnik erneuert werden. Nach Informationen von Straßen.NRW laufen die dazu erforderlichen planerischen Arbeiten zurzeit. Auch ist der Entwurf der betriebstechnischen Ausstattung aktuell in der Endbearbeitung und soll noch im Sommer 2016 zur Genehmigung vorgelegt werden. Im Anschluss sollen die Sanierungsarbeiten Ende 2016 zusammen mit der Betriebstechnik in einer EU-Ausschreibung veröffentlicht werden. Das Vergabeverfahren wird ca. 6 Monate dauern und mit Baubeginn wird Mitte 2017 gerechnet. Die Dauer der Arbeiten wird mit jeweils ein Jahr pro Röhre unter Vollsperrung angesetzt. In dieser Zeit kann der Verkehr nur in einer Fahrtrichtung in der jeweils verbleibenden Tunnelröhre geführt werden.

Rathaustunnel eine komplexe Angelegenheit

„Der Planungsstand verdeutlicht noch einmal die Komplexität der Tunnelsanierung. Ich halte es für überaus wichtig, dass bei der Sanierung des Tunnels höchster Wert auf Nachhaltigkeit und Sicherheit gelegt wird. Es ist gut, dass der Tunnel in der Planungszeit trotz einschränkender Maßnahmen aufgelassen worden und damit befahrbar geblieben ist. Wenngleich ich die Ungeduld aus verschiedenen Richtungen gut nachvollziehen kann ist für mich klar: Die hohen Anforderungen an eine nachhaltige Instandsetzung des Tunnels erfordern einen gewissen Vorbereitungsaufwand. Dadurch wird der Rathaustunnel künftig den notwendigen, höchsten Sicherheitsanforderungen voll gerecht werden“, zeigt sich Gordan Dudas überzeugt.

 

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