Bürgermeister Jörg Schönenberg überreichte der Einheit die Fahrzeugschlüssel. Links Löschgruppenführer Dirk Hauck, rechts Gemeindebrandinspektor Olaf Bühren. Foto: Wolfgang Teipel

Schalksmühle. Feuerwehrfahrzeuge werden immer komplexer, besser und auch schwerer. Das neue TLF 4000 der Löschgruppe Schalksmühle wiegt stolze 15 Tonnen. Sein Vorgänger brachte es auf gerade 9,5 Tonnen. Er wurde nach 23 Jahren ausgemustert. Clou des vielseitigen neuen Gefährts: Die Schalksmühler Feuerwehrleute können sogar während der Fahrt löschen, etwa bei der Bekämpfung eines Flächenbrandes. „Pump and roll“ heißt das in der Fachsprache.



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Fahrzeug am Donnerstag übergeben

Am Donnerstag wurde das neue Fahrzeug im Stützpunkt an der Volmestraße feierlich übergeben. Bürgermeister Jörg Schönenberg überreichte Olaf Bühren die Schlüssel für den neuen Einsatzwagen. Vor versammelter Mannschaft einschließlich Mitgliedern der Ehrenabteilung übergab der Gemeindebrandinspektor die Schlüssel dann an Löschgruppenführer Brandoberinspektor Dirk Hauck.

Beschaffung von Großfahrzeugen vorerst beendet

In Sachen Feuerwehr habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren einen Kraftakt vollbracht. Alle Fahrzeuge der Löschgruppe Schalksmühle seien erneuert worden, sagte Rathaus-Chef Jörg Schönenberg. „Die Feuerwehr braucht das bestmögliche Personal und den bestmöglichen Fahrzeugpark“, betonte er. Mit dem TLF sei die Beschaffung von Großfahrzeugen allerdings vorerst abgeschlossen.

Erinnerungen an „Onkel Helmut“ Lumberg

Die Löschgruppe gab dem Wagen den Namen „Onkel Helmut“. Foto: Wolfgang Teipel

Brandoberinspektor Dirk Hauck schilderte den Gästen die Projektgeschichte, die mit den ersten Überlegungen zur Konzeption des neuen Fahrzeugs im Oktober 2014 begonnen hatte. Und er erinnerte an eine Tradition der Löschgruppe. Sie gibt ihren Fahrzeugen seit einigen Jahren die Namen verstorbener Kameraden. An der Front des TLF 4000 prangt jetzt der Name „Onkel Helmut“. Damit ist es nach dem früheren Löschgruppenführer Paul Lumberg benannt. Die fällige Taufe mit einem Glas Sekt übernahm Ingelore Lumberg, die Witwe des ehemaligen Löschgruppenführers.

Kompakte Einheit für Großschadenslagen

Der große Löschwassertank (4000 Liter) ermöglich den ersten Löschangriff alleine aus dem Fahrzeugtank. Mit dem TLF können Drehleitern besser mit Wasser und Schaum versorgt werden. Zudem kann das Tanklöschfahrzeug als kleine kompakte Einheit bei Großschadenslagen wie Sturm, Hochwasser etc. alleine an Einsatzstellen agieren. Die Allrad-Single-Bereifung sorgt hierbei dafür, dass das TLF auch im Wald / Gelände und bei Schnee fahrbereit bleibt.

Top-Ausrüstung für die Löschgruppe Schalksmühle. Foto: Wolfgang Teipel

Umfangreiche Ausstattung

Das TLF 4000 ist ein Fahrzeug, das vor allem zur Brandbekämpfung und Wasserversorgung eingesetzt wird. Die Abkürzung “TLF 4000” steht für ein “Tanklöschfahrzeug”, das über eine fest eingebaute Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Nennförderleistung von 2000l/min, bei einem Nennförderdruck von 10 bar verfügt. besitzt. Zusätzlich hat das TLF einen eingebauten 500 Liter Tank für Löschschaum. Das TLF wird mit einem Trupp (drei Feuerwehrangehörige) besetzt. Es Fahrzeug rückt als zweites Einsatzmittel zu Brandeinsätzen aus.

Zur Ausrüstung zählen unter anderem sechs Atemschutzgeräte, ein formstabiler Schnellangriff, Mittel- und Schwerschaumrohr, mobiler Rauchverschluss, vier Hitzeschutzanzüge, ein Turbozumischer, Wasserwerfer, diverses Beleuchtungszubehör, zwei Waldbrandsets und eine Schmutzwasserpumpe sowie eine Motorkettensäge mit Zubehör.

 

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