Noch während der Annahme werden die Hilfsgüter geprüft und dann gleich verpackt. Foto: H. Willnat

Kierspe. Gute erhaltene Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Fahrräder und Matratzen. Das sind die Hilfsgüter, der Verein Kinder von Tschernobyl sammelt. Nächster Annahmetermin ist der kommende Samstag, 18. März zwischen 10 und 12 Uhr . Die Spenden können an der Annahmestelle in Kierspe, Vorth 2, (an der B 54) abgegeben werden.



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Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Qualität der Hilfsgüter freut sich Gisela Steinbach, Vorsitzende des Hilfsvereins,  nun, dass fast alle Spenden von wirklich guter Qualität sind, so dass der Verein die hohen Transportkosten gern aufbringt. Entsprechend liebevoll und sorgfältig werden die Artikel sortiert und verpackt. Immer wieder hören die Vorstandsmitglieder auf ihren Koordinationsreisen vor Ort, wie dankbar die Empfänger für die Hilfen sind.

Suppenküche für Arme

Trotz der Kriegswirren im Osten der Ukraine kann der Verein im Westen der Ukraine ungestört arbeiten und helfen. Die Partner in Bila Zerkwa, einer Stadt etwa von der Größe Hagens, freuen sich schon darauf, im Mai oder Juni wieder einen Lastzug dringend benötigter Hilfsgüter aus Kierspe zu erhalten. Die Hilfe kommt vorrangig den Menschen in den Dörfern um Bila Zerkwa zu, denen es in der Regel noch schlechter geht als der dörflichen Bevölkerung im Kreis Wischgorod, weil sich dort die Nähe der Hauptstadt Kiew positiv bemerkbar macht. Der Partner in Bila Zerkwa ist eine kleine sehr rege Kirchengemeinde, welche zusätzlich zur Hilfsgüterausgabe ganzjährig eine Armenküche betreibt, die mehr als 50 Personen werktäglich versorgt. Auch diese Hilfe wird komplett aus Kierspe finanziert.

Medikamente kaum bezahlbar

Zudem hilft der Verein „Kinder von Tschernobyl e.V.“ noch fast 30 chronisch kranken Kindern im Kreis Wischgorod bei der Beschaffung der erforderlichen Medikamente. Familien, in denen ein Kind Mukoviszidose, Asthma, Leukämie, Diabetes oder eine ähnliche chronische Krankheit hat, sind in der Ukraine fast ausnahmslos zur Armut verurteilt. Die Menschen müssen fast alle Medikamente selbst kaufen. Diese kosten zwar nur etwa ein Drittel des westlichen Preises, aber dennoch sind die Familien damit völlig überfordert.

Für seine vielfältigen Aufgaben sucht der Verein daher ständig Spenden auf sein Konto mit der IBAN DE48 4585 1665 0006 0004 67. Fragen zu den Hilfsleistungen beantwortet Gisela Steinbach gern (02359/903173). Fragen zu Hilfsgütern können gerichtet werden an Olga Bieber (02359/2994998), Swetlana Janzen (02359/297920) oder Lilia Litzinger (02359/2998272).         (rk)

  • Wer mehr über die Aktivitäten des Vereins wissen möchte, kann sich auf der Homepage www.kvt-kierspe informieren.

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