So sieht der Siegerentwurf des Büros für Städtebau und Architektur Dr. Holl in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektin Natascha Weigand, Würzburg, aus.

Meinerzhagen. Sie wurde mit Spannung erwartet: die Entscheidung des Preisgerichts über den besten Entwurf zur Neugestaltung des „Stadtplatz Volmemarkt“. Bereits vor gut zwei Wochen fiel das Votum der sechzehnköpfigen Jury. Jetzt wurden das Konzept selbst sowie die weiteren Ergebnisse der Preisgerichtssitzung dem Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt vorgelegt. Das Ergebnis der Sitzung: die klare Empfehlung an den Rat, den Siegerentwurf den Anregungen des Preisgerichts entsprechend weiter auszuarbeiten und dann zu realisieren.

Preisgericht tagte am 4. September

Es war ein Tag intensiver Beratungen für die Vertreter des Preisgerichts, die am 4. September zusammenkamen, um den Wettbewerb zum künftigen „Stadtplatz Volmemarkt“ zu einem Ergebnis zu führen. „Dabei ging es nicht nur um die Frage, welches Konzept am Ende des Tages am meisten überzeugte“, fasst Jan Nesselrath, Bürgermeister und Gastgeber der Sitzung, zusammen. „Schließlich handelt es sich hier um eine für unsere Stadt wesentliche Frage: die Frage nach dem künftigen Charakter, der Atmosphäre und dem Herzen von Meinerzhagen.“

Zehn Wettbewerbs-Teilnehmer

Nach umfangreichen Diskussionen des Preisgerichts, geleitet von Prof. Kunibert Wachten, Aachen, bestehend aus je acht renommierten Vertretern vom Fach sowie der Fraktionen des Stadtrates und dem Bürgermeister, fiel die Entscheidung einstimmig zu Gunsten des Büros für Städtebau und Architektur Dr. Holl in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitektin Natascha Weigand, Würzburg, aus: Ihr Entwurf behauptete sich gegen neun Mitbewerber und wird nun in die weitere Ausarbeitung gehen.

Start ab Frühjahr 2016

Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Foto: www.cdu-meinerzhagen.de
Meinerzhagens Bürgermeister Jan Nesselrath ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Foto: www.cdu-meinerzhagen.de

Die Plätze zwei und drei des Wettbewerbs belegten die Entwürfe der Büros POLA, Berlin, und club L94, Köln. Als Preisgelder für den Wettbewerb wurden insgesamt 17.500 Euro ausgelobt, von denen 9.000 Euro an den Sieger und 5.000 bzw. 3.500 Euro an die zweit- bzw. drittplatzierten Teilnehmer gingen. Mit der Realisierung des neuen Stadtplatzes Volmemarkt als Herzstück des „Programms – Urbanität“ im Rahmen des Regionale-2013-Projekts „Oben an der Volme“ rechnen die Verantwortlichen beginnend ab Frühjahr 2016.

Öffentliche Gesprächsrunden

Die Grundlage für die Auseinandersetzung mit den eingereichten Arbeiten und die schließlich einmütige Entscheidung bildeten Kriterien wie die Gestaltungs- und Nutzungsqualität des Freiraums, die Erschließung und Vernetzung mit anderen zentralen städtischen Bereichen der Innenstadt, die Einhaltung der planungs- und baurechtlichen Bestimmungen und nicht zuletzt konkrete Kostenvorgaben. Alle Aspekte waren im Vorfeld des Wettbewerbs durch ausführliche Diskussionen im Rat und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern im Rahmen öffentlicher Gesprächsrunden festgelegtt worden. Weitere beratende Unterstützung erfolgte vom Stadtplanungsbüro ASS in Düsseldorf. Es hat die Konzeption und Umsetzung der im Rahmen der Regionale 2013 beschlossenen Projekte seit Beginn entwickelt und nun begleitet.

Offener, flexibel nutzbarer, Platz

Der nun ausgewählte Entwurf besticht als wertvoller Beitrag, flexibel und offen einen neuen Stadtraum anzubieten, so die Begründung des Preisgerichts. Die Grundidee bildet ein weitgehend offener, flexibel nutz- und erlebbarer Platz, der den Bürgerinnen und Bürgern viel Raum für Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Weitere Pluspunkte bilden freigestellte Bauminseln mit prägnanten Tulpenbäumen sowie ein Lichtkonzept.

Auch eine Vernetzung zu den angrenzenden städtischen Anziehungspunkten ist eingeplant: So berücksichtigt der Entwurf Aspekte wie eine gute Anbindung an das Volmecenter, die Altstadt und ausreichend Parkmöglichkeiten. Insbesondere die Einbeziehung des Themas Wasser durch drei Wasserbecken mit Fontäneninsel im Bereich der Stadthallengastronomie, abgerundet durch Sitzstufen.  Zudem hielt sich das Würzburger Architektenteam in seinem Entwurf an den vorgegeben Kostenrahmen von 800.000 Euro netto.

Pläne hängen im Rathaus und im Quartiersbüro aus

In der Tagung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt wurden die prämierten Entwürfe im Detail vorgestellt. Für die Ratssitzung am 20. Oktober empfiehlt der Ausschuss, den Volmemarkt-Platz durch den Verfasser des Sieger-Konzepts realisieren zu lassen. Dabei sollen die Anmerkungen des Preisgerichts einfließen. Zuvor werden die Wettbewerbsergebnisse ab sofort bis zum 20. Oktober im Rathaus und im Quartiersbüro ausgestellt. Außerdem bietet eine Einwohnerversammlung am 1. Oktober die Gelegenheit für weiterführende Information und Austausch zum Projekt.

 

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