Neuenrades Stadtarchivar Dr. Rolf Dieter Kohl zeigt zum Gertrüdchen 2017 das Original der Stadtgründungsurkunde aus dem Jahr 1355. Tach!-Montage/Fotos: tft

Neuenrade. Das wichtigste Dokument der Hönnestadt ist dieser Tage im Original im Neuenrader Rathaus zu sehen: die Stadtgründungsurkunde aus dem Jahr 1355. Am Donnerstag eröffneten Bürgermeister Antonius Wiesemann und Stadtarchivar Dr. Rolf Dieter Kohl die Präsentation. Rund eine Woche soll das Jahrhunderte alte Pergament zu sehen sein, so Kohl. Viel länger möchte Neuenrades Geschichtsvereinsvorsitzender das historische Dokument nicht dem Tageslicht aussetzen. Es könnte dann Schaden nehmen.



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



Marktrecht zu Gertrudis seit 1355

Ohne das Pergament aus der Feder des Grafen Engelbert III. fände dieser Tage nicht der Jahrmarkt Gertrüdchen im 662. Jahr statt. In der Urkunde ist nämlich geregelt, dass Neuenrade mehrere Jahrmärkte abhalten darf, unter anderem den Zu Gertrudis am 17. März, dem Namenstag der Hl. Gertrud von Nivelle.

Erläuterungen auch in kindgerechter Sprache

Die Neuenrader Stadtgründungsurkunde aus dem Jahr 1355 ist zum Gertrüdchen 2017 in einer Vitrine des Rathauses ausgestellt. Foto: tft

Wer möchte, kann das im Original nachlesen. Verfasst ist die Gründungsurkunde nicht in Latein, sondern in Mittelniederdeutsch. „Leute bitte kein Latein“, wird Engelbert wahrscheinlich gesagt haben, mutmaßte Kohl am Donnerstag. „Deshalb kann man den Text auch heute gut verstehen“, lädt Neuenrades Chefhistoriker Geschichtsfreunde und Interessierte zur Lektüre ein. Auch Schulklassen seien willkommen, so der pensionierte Archivar des Märkischen Kreisarchivs. „Erläuterungen gibt es auch in kindgerechter Sprache.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here