Schauen sich die Baupläne an: Matthias Reuver (Jugendamt), Kathrin Weichert (Geschäftsführerin der DRK-Kinderwelt Altena-Lüdenscheid), Ursula Speckenbach (Jugendamt) sowie Ralf Ziomkowski und Jennifer Draut (beide ZGW). Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Kindertagesstätten sind Häuser des Spielens und des Lernens. Davon sollen gleich zwei neu gebaut werden. Die DRK-Kindertagesstätte Lösenbach an der Schubertstraße wird ein neues Gebäude erhalten. Dazu kommt ein Kita-Neubau am Buckesfeld auf dem Gelände der Richard-Schirrmann-Realschule.

Die neue DRK-Einrichtung an der Schubertstraße wird nach dem Neubau über vier Gruppen (mit 16 U3-Plätzen) statt wie bisher zwei Gruppen verfügen. Die Kita Buckesfeld wird für drei Gruppen mit insgesamt 55 Plätzen (16 davon für Kinder unter drei Jahren) ausgelegt.

Ursprünglich war nur ein Anbau geplant

Beim Neubau beider Einrichtungen musste die Stadt umdenken, erläuterten Matthias Reuver, Fachbereichsleiter Jugend, Bildung und Sport, sowie Ursula Speckenbach, Fachdienstleiterin für Kindertagesstätten und Ralf Ziomkowski von der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) am Mittwoch in einem Pressegespräch.

Die Erneuerung des DRK-Kindergartens an der Schubertstraße wird teurer als geplant. Ursprünglich war lediglich ein Anbau geplant. Dieses Konzept kann aber nicht umgesetzt werden. „Eine Ertüchtigung des Bestandsgebäudes in Sachen Brandschutz hätte voraussichtlich mehr Kosten verursacht als ein Neubau“, erläuterte Ralf Ziomkowski. Vor diesem Hintergrund habe man sich für den kompletten Neubau entschlossen.

Zwei Bauabschnitte

Für den geordneten Betrieb während der Bauphase sei gesorgt. Die Planer sehen den sukzessiven Abbruch des bestehenden Gebäudes und einen Ersatzneubau auf dem Grundstück in zwei Bauabschnitten vor. Im ersten Bauabschnitt wird der nicht mehr benötigte Bereich des Offenen Ganztags entfernt und neben der Kita neu gebaut. Der Kita-Betrieb im Bestandsgebäude läuft dabei für die zwei Regelgruppen weiter. Ist der Neubau abgeschlossen, ziehen die Kinder in das neue Gebäude. Danach wird der Altbau abgerissen und der zweite Teil des eingeschossigen Neubaus errichtet.

Investoren-Lösung am Buckesfeld

Die Kosten wurden am Mittwoch auf rund 2,9 Millionen Euro beziffert. Sie werden unter anderem aus Mitteln gedeckt, die ursprünglich für den Bau der neuen Kita Buckesfeld vorgesehen waren. Für den Bau dieser Einrichtung setzt die Stadt deshalb jetzt auf eine neue Variante: Ein Investor soll das Gebäude auf dem derzeitigen Bolzplatz an der Richard-Schirrmann-Realschule errichten. Die Stadt würde es dann vom Investor zurückmieten und dann einen Mietvertrag mit dem künftigen Träger schließen. „Mit diesem Verfahren haben wir bei der neuen Kita am Jahnplatz, die vom Kinderschutzbund betrieben wird, gute Erfahrungen gemacht“, erklärte Matthias Reuver.

Bedarf klar vorhanden

Die Ausschreibung für den Investoren-Wettbewerb solle voraussichtlich noch in diesem Jahr erfolgen, berichtete Ralf Ziomkowski. Mit Beginn des kommenden Jahres solle dann die Suche nach einem interessierten Träger beginnen.

„Der Bedarf für die neuen Einrichtungen ist klar vorhanden“, erläuterte Thomas Reuver. Das Elternverhalten bei der Anmeldung von Kindern unter drei Jahren habe sich spürbar verändert. „Angepeilt war mal die Marke von etwa 30 Prozent. Die haben wir längst überschritten.“ Zusätzlicher Bedarf ergebe sich auch aus den steigenden Geburtenzahlen und Zuzügen.

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