Pfarrei Christus König
Pastor Claus Optenhöfel beim "Zukunftstag" in der Evangelischen Sekundarschule in Breckerfeld. Foto: privat

Halver/Volmetal/Hagen/Breckerfeld. „Kirche neu denken“, das geht. Bei einer groß angelegten Umfrage haben Christen aus der katholischen Pfarrei Christus König jede Menge Impulse geliefert. 790 Fragebögen kamen zurück. „Allein das ist schon ein Erfolg“, sagt Pastor Claus Optenhöfel. Beim „Zukunftstag“ der Pfarrei haben sich rund 70 Teilnehmer mit den Ergebnissen der Fragebogenaktion befasst. Vorgestellt wurden sie von Peter Sieger (siegerbrauckmann, Büro für Wirtschaftskommunikation, Halver) und Prof. Dr. Peter Vieregge (Forschungsinstitut für Regional- und Wissensmanagement, Plettenberg).

Glaube, Spiritualität, Seelsorge

Die wichtigsten Ergebnisse: Mit dem Begriff Kirche verbinden die Menschen in der Pfarrei Christus König vor allem Glaube, Spiritualität und Seelsorge. Wichtig ist eine Kirche, die vor Ort erreichbar ist.

Die Kinder- und Jugendarbeit spielt bei den Teilnehmern der Fragebogenaktion eine große Rolle. Einen hohen Stellenwert besitzen auch Offenheit und Toleranz. Bei den kirchlichen Traditionen rangiert die Taufe noch vor Weihnachten, anderen kirchlichen Feiertagen, Erstkommunion oder Prozessionen – jede Menge Stoff also für den „Zukunftstag“.

Beim "Zukunftstag" in Breckerfeld waren alle Altersgruppen vertreten. Foto: privat
Beim „Zukunftstag“ in Breckerfeld waren alle Altersgruppen vertreten. Foto: privat

Das Umfrageprojekt habe wichtige Impulse für den Pfarrentwicklungsprozess geliefert, erläuterte Claus Optenhöfel in einem Pressegespräch im Anschluss an den Zukunftstag. Die Stimmung unter den Teilnehmern sei sehr zuversichtlich gewesen.

Auch eine schmerzhafte Angelegenheit

Dabei ist der Pfarrentwicklungsprozess, dem sich wie die Pfarrei Christus König weitere 41 Gemeinden im Bistum Essen unterziehen müssen, durchaus eine schmerzhafte Angelegenheit. Bis 2030 müssen die Pfarreien rund 40 Prozent der bisherigen Kosten einsparen. „Deshalb müssen wir frühzeitig herausfinden, was für die Gemeinden wirklich wichtig ist“, sagt Claus Optenhövel. Das Fragebogenprojekt habe dafür den Einstieg geliefert.

Fünf Arbeitsgruppen

Im zweiten Schritt wurden beim „Zukunftstag“ fünf Arbeitsgruppen gebildet, in denen in den kommenden Monaten konkrete Fragestellungen, Aktionen, Projekte und Herangehensweisen entwickelt werden.

Die Themen lauten „Lokal (leben)“, „Beständig (bleiben)“, Glaubwürdig (auftreten)“, „Christlich ökumenisch (handeln)“ und „Modern (werden)“. Mitglieder des Pastoralteams werden die Gruppen begleiten. „Vorgaben gibt es keine“, betont Claus Optenhövel. Im Frühjahr sollen die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen vorliegen. Dann wird es nochmal ernst. „Dann müssen wir Beschlüsse fassen und sie an das Bistum weiterleiten.“

Dass die Großpfarrei dabei in Argumentationsschwierigkeiten kommen könne, glaubt Claus Optenhövel nicht. „Das Umfrageprojekt hat schließlich jede Menge Belege geliefert.“

 

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