Sonneborn
Die Werbung mit dem riesigen roten Stuhl und dem Schauspieler Ottfried Fischer machte XXXL in Deutschland bekannt. Foto: XXXL

Lüdenscheid. Groß, größer XXXLutz – die Übernahme des Lüdenscheider Möbelhauses Sonneborn ist ein weiterer klarer Hinweis auf den fortschreitenden Konzentrationsprozess in der Möbelbranche. Dem können sich Familienunternehmen wie Sonneborn nicht entziehen.  Unter dem Strich setzt der Einzelhandel jährlich rund 31,3 Milliarden Euro um. Fast die Hälfte davon geht an die Top Ten in Deutschland. Größter Händler unter diesen Top Ten ist inzwischen XXXLutz aus Österreich mit 30 Niederlassungen in Deutschland und 215 europaweit. Fachleute gehen davon aus, dass sich der Konzentrationsprozess noch verstärken wird.

Markt ändert sich rasant und dynamisch

„Der Markt ändert sich rasant und sehr dynamisch“, sagte auch Sonneborn-Geschäftsführer Thomas Hollweg nach Bekanntwerden der Übernahme durch XXXL im WDR-Interview. Aus seiner Sicht sei der Zeitpunkt für den Verkauf genau richtig gewesen. „Vielleicht hätten wir auch noch vier bis fünf Jahre so weitermachen können“, berichtete Thomas Hollweg weiter. Sonneborn war zum Zeitpunkt des Verkaufs mit seinen drei Standorten in der Region die Nummer 30 in Deutschland. Offenbar hatte das Lüdenscheider Unternehmen vor der Übernahme noch Pläne, nach denen auf einem großen Areal an der Haßleyer Straße  in Hagen ein weiteres Möbelhaus errichtet werden sollte. „Was daraus wird, ist völlig unklar“, rätselten Hagener SPD-Politiker im Gespräch mit unserlünsche. Die Hagener Presse berichtet unterdessen, XXXL wolle die Pläne weiterverfolgen.

Riesige Möbelhäuser liegen im Trend

Der Konzentrationsprozess ist in vollem Gange. Riesige Möbelhäuser liegen im Trend. Seit 2004 hat die Verkaufsfläche im deutschen Möbel nach Schätzungen von Experten um zehn Prozent auf aktuell rund 23 Millionen Quadratmeter zugenommen. Sogenannte Premium-Standorte würden zunehmend zur Mangelware. So erfolge das Wachstum mehr und mehr durch Unternehmensübernahmen. XXXL, der neue Inhaber des Lüdenscheider Möbelhauses, hat dabei die Nase vorn. „Das Unternehmen ist sehr wachstumsorientiert“, räumte Sonneborn-Geschäftsführer Thomas Hollweg im WDR-Interview ein.

Sonneborn nicht das letzte Haus auf der XXXL- Einkaufsliste

XXXL bezeichnet sich selbst als „am schnellsten wachsendes Möbelhandelshaus in Europa“. So dürfte Sonneborn wohl nichts das letzte Unternehmen auf der Einkaufsliste des österreichischen Möbel-Giganten gewesen sein.

2014 hatte XXXL unter anderem die insolvente Baumarktkette Max Bahr, das Einrichtungshaus Möbel Kranz in niedersächsischen Uelzen und die Traditionshäuser Kröger in Essen und Rück in Oberhausen übernommen. Weiter war er bei der westfälischen Kette Zurbrüggen (Unna) eingestiegen. Sie betreibt fünf Möbelhäuser im Ruhrgebiet.

Im Vorfeld der weltgrößten Möbelmesse IMM in Köln, die am 19. Januar beginnt, beklagte Dirk Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Möbelindustrie die schlechte Rendite auf dem hartumkämpften Markt.

Hier noch ein update zum Thema XXXLutz. Der Link http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/fuehrung-deutschlands-haerteste-arbeitgeber-a-1000880.html#spRedirectedFrom=www verweist auf einem Bericht in der Wirtschaftszeitschrift „Manager Magazin“.

 

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