Am 1. Oktober stellt sich im Rathaus das Netzwerk der Selbsthilfegruppen in der Region vor. Foto: pixabay.com

Lüdenscheid. Unter dem Motto „Selbsthilfe – gesund & bunter“ präsentieren sich am Samstag, 1. Oktober, über 20 Selbsthilfegruppen aus Lüdenscheid und der Region von 10 bis 16 Uhr im Foyer des Lüdenscheider Rathauses.

Abhängigkeitserkrankungen, AD(H)S, Adipositas, Depressionen, Diabetes, Kehlkopfoperierte, Lip- und Lymphödeme, Morbus Parkinson, Nierenerkrankungen, Osteoporose, Polyneuropathie, Seelische Gesundheit und Transsexualität sind die Themen, zu denen Interessierte an diesem Tag Ansprechpartner im Rathaus-Foyer finden werden.

Rauschsimulationsbrille

Hier wird an einzelnen Ständen Gelegenheit für direkte Information und Gespräche geboten, aber auch interaktive Elemente (wie z.B. die Rauschsimulationsbrillen am Stand der Gruppen zum Thema Abhängigkeitserkrankungen) laden zum Ausprobieren ein. Die Beteiligten hoffen auf zahlreiche Besuche von selbsthilfeinteressierten Menschen.

Pantomime Pomorin

Daneben gibt es ein kleines Café, ein Gewinnspiel, Animation durch den Pantomimen Pomorin sowie Referate bzw Redebeiträge von Bürgermeister Dieter Dzewas; Uwe Krohn, „Leben ohne Dich – Kierspe“ – Selbsthilfegruppe für Eltern, die ein Kind verloren haben; Gender-Treff (Ava): Transsexualität am Arbeitsplatz; Petra Crone, MdB: Demografischer Wandel: Verantwortung tragen – Lebensqualität sichern sowie Susanne Zarges, Stadt Lüdenscheid: Demenz – Sie sind nicht allein! Hilfs- und Entlastungsangebote des Demenznetzwerkes Lüdenscheid.

Auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle steht der interessierten Öffentlichkeit beim Selbsthilfetag zu Verfügung.

Vierte Säule des Gesundheitswesens

Die Veranstalter hoffen durch den Selbsthilfe-Tag 2016 eine große Öffentlichkeit auf die Angebote und Möglichkeiten der Selbsthilfe hinzuweisen und Menschen zu eigenem und weiterem bürgerschaftlichem Engagement ermutigen zu können.

Die Bedeutung der Selbsthilfe in Gruppen wurde noch im August 2016 durch eine Studie der gesetzlichen Krankenkasse „DAK Gesundheit“ unterstrichen, nach der 44 Prozent der Befragten im Falle schwerer Erkrankungen Hilfe bei Selbsthilfegruppen (nach Ärzten und Angehörigen) suchen würden.

Selbsthilfegruppen bilden inzwischen die vierte Säule im deutschen Gesundheitswesen, neben der ambulanten und stationären Behandlung sowie den Rehabilitationsmaßnahmen.

Bundesweit haben sich etwa 3,5 Millionen Menschen in fast 100.000 Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. In Lüdenscheid sind gut 40 Gruppen aktiv, im gesamten Märkischen Kreis knapp 200.

 

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