Nach dem Unfall wurden die Rennen beendet. Der Fahrer dieses US-Boliden wurde schwer verletzt. Foto: Polizei

Meinerzhagen. (ots) Beim „Drag Day“ auf dem Meinerzhagener Flugplatz ist am Samstagnachmittag ein Auto bei einem Rennen von der Startbahn abgekommen und mit fünf Besucherwagen kollidiert. Wie die Polizei mitteilt, hatte ein 52jähriger Teilnehmer die Kontrolle über seinen Boliden verloren, war scheinbar ungebremst über die Wiese gerast und erst nach dem Zusammenprall mit fünf anderen Wagen zum Stillstand gekommen. Der Fahrzeugführer wurde durch einen zufällig anwesenden Arzt und den Rettungsdienst erstversorgt und dann schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht.

Show-Programm lief weiter

Die weiteren Rennen wurden nach diesem Unfall abgesagt; ein starker Abreise-Verkehr setzte ein. Die Veranstaltung mit Show-Programm lief noch weiter.

Die Polizei setzte bei der Veranstaltung drei Gruppen des Verkehrsdienstes sowie die Lüdenscheider Kradfahrer ein. Sie sollten die Lage rund um dieses Treffen der Fun Race & US Cars-Szene kontrollieren. Nach Polizeiangaben tummelten sich geschätzte 3500 Besucher bei herrlichem Wetter auf dem Gelände des Regionalflugplatzes.

80 US-Cars angereist

80 US-Cars hatten sich zum sogenannten „¼ Meilen Fun-Race“ angemeldet. Nachdem gut die Hälfte der Teilnehmer ihre Rennen unfallfrei bestritten hatten, wurden die Rennen durch den Unfall um 14.45 Uhr jäh beendet.

Spektakuläre Szenen bei den Rennen auf der Startbahn des Regionalflugplatzes. Foto: Polizei

Drohne sichergestellt

Im Rahmen der Ermittlungen zu diesem Unfall fiel den Beamten eine Drohne auf, die über den Flugplatz flog. Mit Hilfe des „Oberbergischen Überwachungsdienstes“ konnte der Beschuldigte festgestellt werden. Es handelte sich um einen 43jährigen US-Amerikaner, der sich, nach eigener Aussage, im Gesetz informiert hatte und meinte, er dürfe die Drohne über den Flugplatz und die Menschenansammlung fliegen lassen. Die Drohne wurde sichergestellt, eine Strafanzeige wird gefertigt. Unwissenheit schützt eben nicht vor den deutschen Gesetzen.

Zahlreiche Verkehrsverstöße

Im Rahmen des Gesamteinsatzes wurden drei Alkohol-Tests mit negativem Ergebnis durchgeführt.

Im Bereich „Geschwindigkeit“ kam es zu 493 Verstößen, 67 Ordnungswidrigkeiten und 426 Verwarnungsgelder wurden verhängt.

Tagessieger waren hier die Kradfahrer. Die Goldmedaille wurde für 134 km/h und die Silbermedaille an 120 km/h bei erlaubten 60 km/h vergeben.

Darüber hinaus schrieb die Polizei zehn Anzeigen wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis. Sie erteilte sechs Fahrverbote.

 

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