Im Theater Hagen stellen sich rund 240 Teilnehmern mit ihren Projekten der Jury. Foto: tft

Hagen. Für den frei werdenden Intendanz-Chefsessel im Theater Hagen eine geeignete Bewerberin oder einen geeigneten Bewerber zu finden, musste der Aufsichtsrat der Theater Hagen gGmbh in seiner Sitzung am Montag vertagen. Es liegen keinerlei Bewerbungen mehr vor. Das teilten die Verantwortlichen in einer Pressemitteilung mit.

Darin heißt es: „Intensive Gespräche der vergangenen Tage haben nicht dazu geführt, dass es in der Aufsichtsratssitzung der Theater gGmbH zu einem Abschluss in der Findung zur Nachfolge vom scheidenden Intendanten Norbert Hilchenbach kommen konnte. Die verbliebenen Kandidaten haben im Nachgang zur Beschlussfassung der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag ihre Kandidaturen zurückgezogen.“

Der Rat der Stadt Hagen hatte beschlossen, so die Erläuterung der finanziellen Situation und damit verbundener Kürzungen,  „dass der Zuschuss für das Theater ab 2018 auf 13,5 Millionen Euro jährlich festgeschrieben wird.“ Hinzu kommt, dass die neue Geschäftsleitung Wege finden soll/muss jeweils ein Prozent anstehender Lohnsteigerungen intern auszugleichen. „Hierdurch erhöht sich das Sparziel um ungefähr weitere 130.000 Euro pro Jahr“, so die Mitteilung.

Projektgruppe soll Lösungskonzept erarbeiten

„Konfrontiert mit dieser Beschlusslage, die sich die zukünftige Intendanz auch vertraglich festschreiben lassen soll“, heißt es weiter, „haben auch die verbliebenen Kandidaten ein Engagement am Hagener Theater für nicht realisierbar erklärt.“ Wer Hilchenbachs Nachfolger/in wird, ist damit vollkommen offen.

Es wurde eine Projektgruppe gegründet, so die Information nach der Aufsichtsratssitzung, „um möglichst zeitnah eine Vorgehensweise abzustimmen, die zwischen Theater und dem Gesellschafter eine zukunftsträchtige Entwicklung darstellt.“ Geschäftsführung, ein Vertreter des Gesellschafters sowie des Betriebsrates, ein künstlerischer Berater und Mitglieder des Aufsichtsrates sollen ein entsprechendes Konzept erarbeiten.

Einigkeit über neuen Generalmusikdirektor

Bei der Suche nach einem neuen  Generalmusikdirektor (GMD), der die Nachfolge von Prof. Florian Ludwig antritt, gibt es ein konkretes Ergebnis. Der US-Amerikaner Joseph L. Trafton soll es angeblich werden, berichtet die Westfalenpost in ihrer heutigen Online-Ausgabe (13.4.2016). Mit der Namensnennung hatten sich die Verantwortlichen in der Pressemitteilung zur Personalentscheidung noch zurückgehalten. Es wurde mitgeteilt, dass mit dem „Wunschkandidaten umgehend Gespräche über sein Engagement in Hagen aufgenommen“ werden. Die Entscheidung war Ergebnis eines „aufwändigen Auswahlverfahrens, in dem unter anderem auch das Orchester einbezogen war“.

Werden sich Bewerber und Aufsichtsrat einig, wäre zumindest eine Personalie zur künftigen künstlerischen Leitung geklärt. Aufsichtsratsvorsitzender Sven Söhnchen: „Wir gehen davon aus, dass die zukünftige künstlerische Leitung ein stimmiges Gesamtkonzept für das traditionsreiche Haus und seine Mitarbeiterschaft gemeinsam erarbeiten wird.“

Denn, so die erläuternde Mitteilung: „Die Entwicklung eines künstlerischen Konzeptes und die Umsetzung der inzwischen vom Rat der Stadt Hagen beschlossenen Zuschusskürzungen für das Theater Hagen werden eine gemeinsame Aufgabe für den neuen GMD und die zukünftige Intendanz am Theater Hagen sein.“

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1 KOMMENTAR

  1. Zumachen den sch… Laden.
    Die Kohle die da jedes Jahr reingebuttert wird, wird an anderer Stelle gebracht.
    Schwimm Bäder, Rad und Fußweg, um mal ein paar Stichworte in den Raum zu werfen.

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