Symbolbild

Hagen/Münster/Dülmen. Die Polizei hat das Verbrechen an einer jungen Frau aus Dülmen, deren skelettierte Leiche vor mehr als einem Jahr in Hagen gefunden wurde, weitgehend aufgeklärt. In einer gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Coesfeld und der Polizei Münster, die heute (9. Dezember) im Presseportal der Hagener Polizeibehörde veröffentlicht wurde, heißt es:

Im August 2010 als vermisst gemeldet

„Nach dem Fund einer skelettierten Leiche am 11. August 2015 in Hagen stellte sich bald heraus, dass es sich hierbei um die seit Ende Juni 2010 vermisste Olesya V. aus Dülmen handelt. Der Ehemann der damals 31 Jahre alten Frau hatte sie Mitte August 2010 bei der Polizei als vermisst gemeldet und dabei angegeben, dass unter anderem ihre Ausweisdokumente und Kleidung gefehlt hätten.

Streit in der Ehe

,Nach Angaben des 42-jährigen Ehemannes gab es Streitigkeiten in der Ehe des Paares‘, erklärte der Leiter der Mordkommission, Holger Iltgen. Die damals 31-jährige Olesya habe geäußert, dass sie ihren Mann wegen einer Internet-Bekanntschaft aus Russland verlassen wolle.

Nach Aussprache verschwunden

Am Abend des 18. Juni 2010 kam es zu einer Aussprache der Eheleute. Danach wurde die junge Frau nicht mehr gesehen und auch die Ermittlungen aufgrund der Vermisstenanzeige ergaben keine Hinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort.

,Bis zum Fund der Leiche hatten wir keine Hinweise auf eine Gewalttat zum Nachteil der 31-jährigen Mutter‘, erläuterte Iltgen: ,Danach erfolgten umfangreiche Ermittlungen im Umfeld des Ehepaares und der Familie.‘

Wohnhaus durchsucht

Im Oktober 2015 durchsuchten Kriminalisten das Wohnhaus des Beschuldigten in Dülmen nach Spuren der Tat und weiteren Beweismitteln.

,Nach den intensiven Ermittlungen und der Auswertung der Beweismittel besteht jetzt der dringende Tatverdacht, dass der 42-jährige Ehemann seine Frau nach dem Treffen am 18. Juni 2010 getötet hat‘, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. Der Beschuldigte hat im Ermittlungsverfahren den Tatvorwurf bestritten. Er gab an, dass seine Frau nach dem Treffen am 18. Juni 2010 in dem gemeinsamen Haus übernachtet habe. Als er morgens zur Arbeit gefahren sei, habe sie noch geschlafen. Bei seiner Rückkehr sei sie fort gewesen und es hätten unter anderem ihr Reisepass, eine Reisetasche sowie Bekleidung gefehlt.“

Haftbefehl wegen Totschlags

Zum Schluss wird in der Presseerklärung festgestellt: „Das Landgericht Münster folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ Haftbefehl wegen Totschlags. Polizisten nahmen den 42-Jährigen heute (9. Dezember) in Dülmen fest. Er befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.“

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