Tlakomania, spielte als letzte Band zum Abschluss am Sonntag. Auf sie zu warten hat sich mehr als gelohnt. Fotos Kannenberg Design&Kommunikation

Lüdenscheid. Nach dem Stadtfest ist vor dem Stadtfest. Die KultStädte-Bühne ist abgebaut, das Zelt, in dem es die extra starken Caipirinhas gab, ebenfalls. Alle Organisatoren, Helfer und Bandmitglieder starten nun in ein neues Jahr. Denn bei KultStädte beginnt und endet das Jahr mit dem Stadtfest, dem Höhepunkt eines jeden KultStädte-Jahres-Zyklus. Laut der Vereins-Zeitrechnung befinden wir uns demnach nun auch im Jahre 10 der Vereinsgründung, denn das Jahr 9 endete soeben mit dem erfolgreichen Wochenende vom 12. auf den 13. September. Ein Feuerwerk gab es zwar nicht direkt, aber dafür ganz schön viel laute Musik, Nebel und buntes Licht. Den Augen und den Ohren wurde dabei gleichermaßen etwas geboten.

Niemand kam zum Sitzen

Technik? Läuft! Danke Oli Straub und seinem Team, die dafür zwei Tage lang nicht von der Bühne wichen.
Technik? Läuft! Danke Oli Straub und seinem Team, die dafür zwei Tage lang nicht von der Bühne wichen.

Zum Sitzen kam an diesen Tagen niemand so wirklich in den 48 Sunden Ausnahmezustand, die die Herausforderung „STADTFEST“ auch in diesem Jahr wieder einmal allen Beteiligten abverlangte. Auf und um die Bühne herum. Das hinterlässt  deutlich Spuren. Bei allen schmerzende Füße, manchem tut jetzt der Rücken weh und bei anderen wirkt zudem ein ordentlicher „Kater“ nach, der sich ebenfalls noch über ein paar Tage hinziehen könnte. Man hätte vielleicht doch einen Bogen um den zweiten Caiphi machen sollen. Hinterher ist man eben immer schlauer.

KultBühne bereits im 9. Jahr auf dem Stadtfest

Klaus Sonnabend an der roten Gitarre. Eines seiner Markenzeichen.
Klaus Sonnabend an der roten Gitarre. Eines seiner Markenzeichen.
Klaus Sonnabend und Michael Wirth. Die beiden Gründungsmitglieder von KultStädte e.V. bei der Anmoderation der nächsten Band.
Klaus Sonnabend und Michael Wirth. Die beiden Gründungsmitglieder von KultStädte e.V. bei der Anmoderation der nächsten Band.

 

 

 

 

 

 

 

Und während die einen noch zwei schöne, erlebnisreiche Tage Revue passieren lassen, denken die anderen schon über die nächste KultBühne nach, denn die wird dann das 10. Jahr in Folge auf dem Stadtfest präsent sein. Ein besonderes Event, dass einer ebenfalls besonderen Planung bedarf.

Melina Fuhrmann udn Mali Schilling, die beiden Sweethearts der Band Jamis.
Melina Fuhrmann und Mali Schilling, die beiden Sweethearts der Band Jamis. Nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch zwei super Stimmen.

Diese Mühe hat sich aber auch in diesem  Jahr wieder einmal gelohnt. Monatelange strategische Planung, 700 Bands, die sich beworben haben und bei denen es wirklich schwer war, sich aus dieser Fülle guter Musiker für 12 Bands zu entscheiden.

Das Einholen von Genehmigungen, das Werben von Sponsoren, die ganze Organisation des Caterings und der Getränke. Allein 60 Liter Smoothies wurden noch schnell am Samstag morgen mit Hilfe von Bergen von Früchten hergestellt und noch im Eiltempo der eine oder andere Kuchen für den Sonntag gebacken. Der ganze Einsatz hat sich gelohnt. Denn der Verein KultStädte e.V. hat einmal mehr gezeigt, dass er es einfach drauf hat.

Zwölf Bands in nur zwei Tagen

Ulrike Kloo, die jedes Jahr den Cocktailstand hauptverantwortlich organisiert mit einigen ihrer Helferinnen.
Ulrike Kloo, die jedes Jahr den Cocktailstand hauptverantwortlich organisiert und ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern zählt, hier mit einigen ihrer Helferinnen.

12 Bands in nur zwei Tagen zu präsentieren, dabei eine Horde Techniker zu deligieren, jede Menge Gäste zu bedienen, viele, viele Fragen zu beantworten, der Presse Rede und Antwort zu stehen und bei den vielen kleinen ganz normalen Pannen sofort eine Lösung parat zu haben, das haben die Mitglieder des Vereins auch in diesem Jahr ohne wenn und aber hinbekommen.

Und selbst, wenn zwischendurch bei dem einen oder anderen jungen Musiker die Nerven vollkommen blank lagen, der Soundcheck nicht klappen wollte oder wie bei „Mütze Liedermacher“ einfach die halbe Band nicht auftauchte, alle Probleme wurden ruhigen Blutes von Klaus Sonnabend und seinem Team zur Zufriedenheit aller gelöst. Dabei gab es eine außergewöhnlich große Vielfalt an Musik zu sehen und zu hören. Vom HipHop über Rock/Pop bis hin zum Jazz, war auch dieses Jahr fast alles vertreten, was Musik eben hörenswert macht. Und die Fans der einzelnen Genres kamen jedes einzelne Mal voll auf ihre Kosten.

Gute Stimmung trotz des Regens

Trotz des Regens: Die Stimmung war bestens. Hier Tlako udn Ulrike, kurz vor ihrem Auftritt.
Trotz des Regens: Die Stimmung war bestens. Tlako und Ulrike tanzen den Regen kurz vor ihrem Auftritt einfach weg.

An der durchgängig guten Stimmung konnte auch der eine oder andere Regenguss nichts ändern. Publikum und Musiker wissen einfach aus Erfahrung, was sie an Klaus und seiner Truppe haben. Und das merkte man ihnen an. Keine Band, die nicht alles gegeben hätte und die ohne Zugaben von der Bühne gegangen wäre.

Das Publikum tanzte und sang mit, feierte ein entspanntes Miteinander, bei dem niemand zu kurz kam. Das Cocktail-Zelt war zudem Treffpunkt vieler, vieler Freunde und Bekannter von KultStädte e.V. und seinen Helfern. So kam nicht nur zwischendurch der Bürgermeister und die Sponsoren vorbei, sondern auch Musikerkollegen, viele befreundete Künstler, Filmemacher, Fotografen und dazu jede Menge Fans guter Musik und guter Cocktails.

Eine besondere Gemeinschaft

Adams Fall. Man wusste nach ihrem Auftritt, warum Adam gefallen war.
Adams Fall. Man wusste nach ihrem Auftritt, warum Adam gefallen war.

Allein fühlte sich an diesen zwei Tagen sicher niemand. Jeder fand sofort Anschluss und wurde mit hineingenommen in das Geschehen. Sicher eine der besonderen Gaben des Vereins: Niemand wird abgelehnt, Menschen werden einfach als Menschen gesehen und ohne wenn und aber so akzeptiert, wie sie sind. So war auch auffällig, wie viele unterschiedliche Nationen da beisammen standen. Auf und vor der Bühne. Hier zählt nicht die Nationalität sondern die Liebe zur Musik. Punkt.

Jamis und Tlakomania waren die Höhepunkte der beiden Tage

Ingo Starink. 2. Vorsitzender von KultStädte e.V. und Keyborder bei Jamis. Er hatte Spaß;-)
Ingo Starink. 2. Vorsitzender von KultStädte e.V. und Keyborder bei Jamis. Er hatte Spaß;-)
Jamis macht sich bereit für ihren Auftritt.
Jamis macht sich bereit für den Auftritt. Hier beim Soundcheck.

Nach den vielen guten Bands, bei denen Jamis am Samstag sicher der musikalische Höhepunkt war, bildete die Band Tlakomania am Sonntag einen ganz besonderen Abschluss zweier besonderer Tage. Nicht nur, dass Tlako Mokgadi mit seinem großen Herzen den Regen und das grauen Wetter einfach überstrahlte, auch seine Botschaft von Liebe mit Ewigkeitsperspektive, machte ihn einmal mehr als jemanden erkennbar, der das Leben mit all seinen Facetten zutiefst kennt und der den Menschen WIRKLICH etwas zu sagen hat.

Glaube, Liebe und Hoffnung in einer völlig verkorksten Welt. Sie standen an diesem Nachmittag in Form eines Südafrikaners mit Rastazöpfen auf der KultBühne. Dazu seine Familie und seine Band. Schwer vorstellbar, dass es irgendjemanden gab, der nicht zutiefst berührt und gleichzeitig ermutigt durch sie war.

Alles in allem ein Wochenende, das sicher niemand so schnell vergißt. Voller Eindrücke und Inspirationen, aber auch der Möglichkeit, dem Alltag und seinen Belastungen, einfach einmal ein paar Stunden zu entfliehen. Das Team um Klaus Sonnabend herum hat trotz vieler Herausforderungen gemeinsam mit seinen Gästen jede Minute genossen. Und: Die nächste KultBühne ist bereits in Planung. Denn nach dem Stadtfest ist eben auch immer vor dem Stadtfest …

 

 

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