Sprung über den Feuerbalken und danach Abklatschen mit dem Bürgermeister, das sorgte im Zelt des Kölner Spielecircus für gute Stimmung. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Abklatschen mit Bürgermeister Dieter Dzewas nach dem Sprung über den Feuerbalken – das war nur eine der Attraktionen beim Fest zum Weltkindertag. Am Freitag hatten Lüdenscheider Mädchen und Jungen aller Altersgruppen ihren großen Tag. Sie eroberten drei Tage nach dem Weltweitenkindertag, der jährlich am 20. September gefeiert wird, den Rathausplatz.

„Offensichtlich gefällt es Eltern und Kindern in unserer Stadt“

Um die Zukunft der Lüdenscheider Kinder ist dem Rathauschef nicht bange. „Das kann man daran sehen, dass wir wieder mehr Kinder in Lüdenscheid haben. Offensichtlich gefällt es Eltern und Kindern in unserer Stadt“, sagte der Bürgermeister beim Interview im Zelt des Kölner Spielecircus. Zuvor war er selbst mutig über einen Schwebebalken balanciert. Diese und andere Mutproben machten ihm die Kinder später eifrig nach.

Buntes Spieleangebot

Von 15 bis 18 Uhr erlebten Eltern und Kinder beim bunten Spieleangebot einige unbeschwerte Stunden. Zu den Publikumsmagneten zählten der Kölner Spielecircus oder auch der Kettcar-Parcours der Verkehrswacht Lüdenscheid.

Unter dem Strich kümmerten sich über 20 Vereine und Einrichtungen darum, dass bei der Veranstaltung keine Langeweile aufkam. Hinter der Veranstaltung steckt aber mehr als Spiel und Spaß. So ist es mit Kinderschutzbund (KSB) ein wichtiges Anliegen, auf die besondere Notlage von Kindern aufmerksam zu machen.

Kinderschutzbund erinnert an Notlagen von Kindern

Der Rathausplatz war fest in Kinderhand. Foto: Wolfgang Teipel
Der Rathausplatz war fest in Kinderhand. Foto: Wolfgang Teipel

Laut aktuellem Unicef-Bericht sind weltweit derzeit mehr als 50 Millionen Kinder auf der Flucht oder haben ihr Zuhause auf der Suche nach einem besseren Leben verlassen müssen. Immer mehr Kinder sind allein unterwegs und dabei zahllosen Gefahren ausgesetzt wie Ertrinken, Unterernährung, Menschenhandel, Vergewaltigung bis hin zu Mord.

KSB fordert nachhaltige Integrationspolitik

Obwohl seit dem Weltkindertag 2015 auch in Lüdenscheid die ankommenden Flüchtlinge viel Unterstützung erfahren haben, gibt es angesichts dieser anhaltend hohen Zahlen noch viel zu tun. Der KSB fordert die Politik daher auf, sich nicht auf dem zivilgesellschaftlichen Engagement auszuruhen, sondern nachhaltige Integrationspolitik umzusetzen.

Auch in Lüdenscheid leben derzeit viele Kinder, die aus ihren Heimatländern fliehen und zum Teil schwere traumatische Erfahrungen machen mussten, stellt der KSB Lüdenscheid fest. Genauso leben in unserer Stadt zahlreiche Kinder in Familien, die auf Hartz IV angewiesen sind.

Hintergrund: Der 21. September 1954 war die Geburtsstunde des Weltkindertages. Auf der 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen empfahl diese ihren Mitgliedsstaaten, einen weltweiten Kindertag einzurichten, um den Einsatz für die Rechte der Kinder zu stärken und die Freundschaft unter den Kindern und Jugendlichen zu fördern. Außerdem: Einmal im Jahr sollten sich die Regierungen öffentlich verpflichten, kinderrechtliche Arbeit zu unterstützen.

Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten gefeiert. Die Art und Weise der Umsetzung sowie die Wahl eines geeigneten Datums stellte die Generalversammlung den UN-Mitgliedsstaaten frei. Deutschland entschied sich für den 20. September.

 

 

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