Ein beherzter Griff in die Losschüssel: Katja Spelsberg, Christiane Linden und Ulrike Waimann zogen die 15 Wettbewerbsteilnehmer und fünf Ersatzkandidaten (links Katrin Kirchner von scheuvens + wachten). Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Wie passend: Musikschulleiter Franz Schulte Huermann reichte am Dienstagmorgen Mozartkugeln. Mit dem süßen Konfekt aus Pistazien, Marzipan und Nougat ging anschließend die Auslosung der Wettbewerbsteilnehmer für den Bau der Musikschule locker von der Hand. Christiane Linden, Ulrike Waimann und Katja Spelsberg vom Verein der Freunde der Musikschule Lüdenscheid zogen zunächst die 15 Büros, die ihre Pläne und Modelle für den Musikschulneubau am Staberg einreichen dürfen. Zusätzlich wurden fünf weitere Unternehmen gezogen. „Nur für den Fall, dass unter den 15 Büros welche sein sollten, die sich nicht am Architektenwettbewerb beteiligen können“, erklärte Katrin Kirchner. Sie ist Mitarbeiterin des Kölner Büros scheuvens + wachten, das die Stadt bei der Vorbereitung des Wettbewerbs unterstützt hat und auch das weitere Verfahren begleitet.

Katrin Kirchner: „Gute Mischung“

Einziger ausländischer Wettbewerbsteilnehmer wird ein Büro aus Zürich sein. Die übrigen Teilnehmer stammen aus Deutschland. Darunter sind Büros aus Stuttgart, Trier, Bochum, Dresden, Berlin, Karlsruhe oder auch Nürnberg. „“Es sind renommierte Unternehmen dabei. Insgesamt eine gute Mischung“, sagte Katrin Kirchner, die die Branche kennt. Heike Müller von der Projektstelle Licht- und Stadtgestaltung bei der Stadt Lüdenscheid atmete auf: „Das war der nächste Schritt.“

Die 15 ausgelosten Büros werden jetzt angeschrieben, damit sie endgültig zusagen können. Sollten Absagen erfolgen, werden die Ersatzkandidaten angeschrieben.

Fünf Büros sind gesetzt

Fünf Architektenbüros sind gesetzt, so dass sich insgesamt 20 Unternehmen beteiligen werden. Unter den fünf gesetzten Wettbewerbsteilnehmern befinden sich Büros, die sich bereits bei Bildungsbauten in der Region ausgezeichnet haben. Dazu zählen Kaldewey, Wortmann, Architekten Partnerschaftsgesellschaft mbB (Lüdenscheid) und fun architekten ingenieure (Herford). Kaldewey Wortmann haben den Phänomenta-Neubau inklusive Turm gestemmt. Die Herforder Baumeister sind für Um- und Neubau der Primusschule in Schalksmühle zuständig.

236 Bewerbungen

Insgesamt hatten sich 236 Architekten beworben, nachdem die Stadt den Wettbewerb im EU-Amtsblatt ausgelobt hatte.

Die Wettbewerbsteilnehmer müssen bis Mitte August ihre Vorplanungen inklusive Modell einreichen. Später werden dann die Sachpreisrichter sowie die Fachpreisrichter insbesondere vier Kriterien intensiv prüfen. Dabei geht es um die architektonische Gestaltqualität, die funktionale Qualität und die Realisierbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung des Kostenrahmens sowie die Nachhaltigkeit der Konzeption.

Diese Preise werden bei der Tagung des Preisgerichtes am 14. September vergeben. Mit dem Gewinner des Wettbewerbs schließt die Stadt anschließend einen Vertrag über die Ausführungsplanung ab. Gebaut werden soll in den Jahren 2018/19.

 

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