Der preisgekrönte Entwurf von WW+ aus Trier.

Lüdenscheid. Der Architektur-Wettbewerb für den Neubau der Musikschule Lüdenscheid ist beendet und – Überraschung: Das Preisgericht hat zwei erste Preise vergeben. Die Entwürfe des Architektenbüros WW+ aus Trier sowie hsd aus Lemgo haben das Preisgericht gleichermaßen überzeugt. „Das ist zwar ungewöhnlich aber nicht unmöglich“, sagte Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen bei der Lüdenscheider Stadtverwaltung. Er und Frank Kuschmirtz, Chef der Zentralen Gebäudeverwaltung (ZGW) der Stadt, stellten am Donnerstag das Wettbewerbsergebnis vor.

Beide Entwürfe ragten heraus

Der preisgekrönte Entwurf von hsd aus Lemgo.
Der preisgekrönte Entwurf von hsd aus Lemgo.

Die Entwürfe aus Trier und Lemgo ragten unter den 18 intensiv geprüften Vorschlägen heraus. „Das Preisgericht hat beide einstimmig auf den ersten Platz gesetzt“, betonte Frank Kurschmitz. Das spreche für die hohe Qualität des Wettbewerbes. Neben diesen Preisen wurden drei Anerkennungspreise vergeben (SSP Bochum, SEP, Hannover und kadawittfeldarchitektur, Aachen).

Zehnstündige Beratung

Die Jury, bestehend aus Fachpreis- und Sachpreisrichtern, habe sich am Mittwoch zehn Stunden lang intensiv mit den 18 komplett anonymisierten Entwürfen beschäftigt. Sie hatten sich nach eingehender Vorprüfung herauskristallisiert. Diese Vorprüfung hatten Katrin Kirchner, Mitarbeiterin des Kölner Büros scheuvens + wachten, sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung übernommen. Das Büro scheuvens + wachten hat die Stadt bei der Vorbereitung des Wettbewerbs unterstützt hat und begleitet auch das weitere Verfahren.

Beide besitzen das Potenzial zur Umsetzung

Bei seiner Sitzung am Mittwoch hat das Preisgericht folgende Kriterien überprüft: architektonische Gestaltqualität, funktionale Qualität und die Realisierbarkeit, die Wirtschaftlichkeit und die Einhaltung des Kostenrahmens sowie die Nachhaltigkeit der Konzeption. Wichtig waren auch Transparenz und die Öffnung des Gebäudes zur Altstadt.

„Beide Entwürfe besitzen das Potenzial zur Umsetzung“, versicherte Martin Bärwolf. Allerdings sei bei beiden auch noch „Überarbeitungsbedarf vorhanden, beispielsweise in Sachen Brandschutz oder Grundriss. Offene Fragen sollen bei Auftaktgesprächen mit den Preisträger in Kürze geklärt werden. Wer danach das schlüssigste Konzept unter Einhaltung aller Kriterien vorlegt, darf sich an die Entwurfsplanung machen.

Wenig Zeit für die Ausführungsplanung

Modelle un Zeichnungen: Die Sitzung des Preisgerichts dauert gut zehn Stunden. Foto: PSL
Modelle un Zeichnungen: Die Sitzung des Preisgerichts dauert gut zehn Stunden. Foto: PSL

Viel Zeit für die Ausführungsplanung, die dem Förderantrag beigefügt werden muss, ist nicht. „Schließlich müssen wir Fristen beachten“, erklärte Martin Bärwolf. Bei der Vorstellung des Wettbewerbs im Frühjahr hatte er einen vorzeitigen Maßnahmebeginn ab 1. Dezember 2017 angepeilt. „2018/22019“, so die Perspektive von Gudrun Abendroth, Projektleiterin Hochbau beim IHK Altstadt, „wollen wir bauen“.

In jedem Beitrag stecken gut 400 Stunden Arbeit

Gudrun Abendroth verdeutlichte am Donnerstag, dass alle Büros, die sich dem Wettbewerb gestellt haben, gute Arbeit geleistet haben. „Die Arbeiten besitzen alle ein hohes Niveau.“ Der Arbeitsaufwand für einen solchen Wettbewerb sei für die Architekten enorm. „In jedem Entwurf stecken gut 400 Stunden Arbeit“, unterstrich die ZGW-Mitarbeiterin.

Ausschuss-Thema am 21. September

Die Politik wird sich am 21. September in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt mit dem Wettbewerbsergebnis befassen. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal und ist öffentlich.

 

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