Die Sopranistin Elisa Rabanus ist als Gast dabei,

Schalksmühle. Im Februar 1967 wurde mit dem Auftritt der Musiker Günther Höller und Werner Garte der Grundstein gelegt für eine Konzertreihe, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreut. Als Neujahrskonzerte sind die Aufführungen der Barockensembles mit wechselnder Besetzung mit Flöte, Violine, Violoncello und Cembalo, auch Oboe, Viola da gamba, Fagott und Horn fester Bestandteil des Kulturprogramms der Gemeinde Schalksmühle. Am Sonntag, 17. Januar, ist ab 17 Uhr in der Kreuzkirche am Mathagen wieder „Musik alter Meister“ zu hören.

Geleitet wurden die Konzerte viele Jahre lang von Prof. Günther Höller, der zahlreiche junge, begabte Musiker nach Schalksmühle brachte. Seit dem Jahr 2013 hat Prof. Harald Hoeren diese Aufgabe übernommen. Am 17. Januar wird das 50. Konzert in Folge in der Kreuzkirche Am Mathagen gefeiert.

Mitwirkende bei diesem Jubiläumskonzert sind: Elisa Rabanus (Sopran), Annette Spehr (Oboe), Annette Wehnert (Violine und Sopran), Imola Gombos (Viola da gamba und Violoncello) sowie Harald Hoeren (Cembalo).

Von Telemann bis Buxtehude

Das Konzertprogramm umfasst Werke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Francesco Maria Veracini, Christoph Schaffrath, Georg Friedrich Händel, Georg Muffat und Dietrich Buxtehude.

Freischaffende Solistin

Elisa Rabanus (Sopran): Die junge Sopranistin Elisa Rabanus hat sich weitgehend auf die Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts spezialisiert. So gewann sie z.B. den ersten Preis beim „Austria Baroque Academy Music Award“ in Gmunden, Österreich. Sie arbeitet freischaffend als Solistin und als freie Mitarbeiterin für bedeutende deutsche Rundfunkchöre. Elisa Rabanus studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln – zunächst mit Diplom-Abschluss in der künstlerischen Ausbildung Oper und Konzert bei Prof. Henner Leyhe und darauf folgend mit dem Master of Music in Barockgesang bei Prof. Kai Wessel. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterklassen bei Barbara Schlick, Ingeborg Danz, Klesie Kelly-Moog und Ute von Garczinsky. Sie wirkt regelmäßig bei CD- und Rundfunkproduktionen für den WDR Rundfunkchor, den NDR Chor, das SWR Vokalensemble, den Saarländischen Rundfunk und den Deutschlandfunk mit.

Nachbau historischer Instrumente

Annette Spehr (Oboe) wurde im Westerwald geboren. Sie studierte Orchestermusik an den Musikhochschulen Frankfurt und Köln bei Voijislav Miller; Helmut Hucke und Michael Niesemann. Schon in dieser Zeit, begann sie, sich mit historischer Aufführungspraxis und dem Barockoboenspiel zu beschäftigen. An das Orchestermusikstudium schloss sich aufgrund ihres großen Interesses am Unterrichten ein Instrumentalpädagogikstudium an, in dessen Rahmen sie Barockoboenunterricht bei Michael Niesemann erhielt. Ihre große Begeisterung für die Alte Musik führte sie an die Musikhochschule Frankfurt. Dort studierte sie bei Hans-Peter Westermann und befasste sich nun auch mit dem Spiel späterer Oboen. Annette Spehr spielt regelmäßig in verschiedenen Orchestern. Seit 1998 beschäftigt sie sich mit dem Nachbau historischer Oboen. Auf diesen Instrumenten spielt sie auch selbst.

Konzertmeisterin seit 1998

Annette Wehnert (Violine und Sopran) studierte Violine in Köln, Düsseldorf und Bloomington. Von 1991 bis 1995 war sie Mitglied der Deutschen Oper am Rhein.

Annette Wehnert ist vielfach als Kammermusikpartnerin gefragt.
Annette Wehnert ist vielfach als Kammermusikpartnerin gefragt.

Sie spielte in zahlreichen Barockensembles wie „Concerto Köln“, „musica antiqua köln“, „La Stagione Frankfurt“ und „Freiburger Barockorchester“. Bei der „Kölner Akademie“ ist sie seit 1998 als Konzertmeisterin tätig. Als Kammermusikpartnerin ist sie bei Ensembles wie „Camerata Köln“ und „Epoca barocca“ oft gefragt. Annette Wehnert unterrichtet seit 1989 am Konservatorium der Stadt Köln mit Schwerpunkt auf der studienvorbereitenden Ausbildung.

Studium in Wien Frankfurt und Bremen

Imola Gombos (Viola da gamba und Violoncello): Die Cellistin und Gambistin Imola Gombos wurde in Budapest geboren. In den Jahren 1990 und 1993 war sie Preisträgerin des staatlichen Cellowettbewerbs in Ungarn. Zunächst erwarb sie an der Franz-Liszt-Hochschule für Musik in Budapest das Kammermusik- und Pädagogikdiplom, studierte anschließend Barockcello und Viola da gamba in Wien (José Vásquez), als DAAD-Stipendiatin in Frankfurt am Main (Rainer Zipperling) und Bremen (Hille Perl). Als Solistin und Kammermusikerin arbeitet sie mit bekannten Künstlern wie Monica Hugget, John Holloway, Barthold Kuijken, Gabriel Garrido und Ensembles, u. a. Weser Renaissance und Concerto Köln. Ihre Tätigkeiten umfassen Konzerte, Tourneen, Rundfunk- und CD-Aufnahmen in Deutschland und im europäischen Ausland.

Über 100 CD-Einspielungen

Harald Hoeren (Cembalo) begann seine musikalische Laufbahn bei der „Camerata Köln“. Als Cembalist und Fortepianospieler hat er sich in über 100 CD-Einspielungen mit Musik vom Frühbarock bis hin zur Wiener Klassik profiliert. Konzertreisen führten ihn durch fast alle mittel- und westeuropäischen Länder, nach Asien, Nord- und Südamerika. 1983 und 1990 war er Gastprofessor an der „University of the Philippines“ in Manila, und seit 1984 leitet er eine Klasse für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule in Frankfurt am Main, wo er 1999 zum Professor ernannt wurde.

Eintrittskarten sind erhältlich im Rathaus, Bürgerbüro. Vorbestellungen sind möglich unter Tel. 0 23 55/840. Preise: 14,00 € (ermäßigt 10,50 €/7,00 €)

 

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