Baufällig war die Firma Brune, als der Verein Heesfelder Mühle das Objekt 2010 übernahm. Künftig soll hier ein regionales Museum für die wirtschaftliche Entwicklung der Region einziehen. Foto: Rüdiger Kahlke

Kierspe. An der ehemaligen Firma Brune in Bollwerk kann künftig auch die Wasserkraft genutzt werden. Der Verein Heesfelder Mühle will die ehemalige Firma Firma Brune zu einem industriegeschichtlichen Museum der Region umbauen und setzt dabei auch auf nachhaltige Energiegewinnung.

Auflagen für Nutzung des Volme-Wassers

Der Landesfischerei-Verband hatte gegen die Anlage geklagt. Am Freitag, 24. April 2015, wurde vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg eine einvernehmliche Lösung erzielt. Sie sieht drei Auflagen vor, so Klaus Brunsmeier vom Verein Heesfelder Mühle e. V. Danach gibt es Auflagen zum Mindestwasser, zur Ausgestaltung der Wiedereinleitung und zur Abschaltung der Schnecke, die der Energiegewinnung dient. Sie wird zur Laichzeit der Forellen stillgelegt.

Schon in den nächsten Wochen soll mit dem Bau der Anlage begonnen werden. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der alten Firma, die inzwischen unter der Bezeichnung Sessinghauser Hammer firmiert, liefert bereits seit einigen Jahren Strom.

Anlaufstelle und Rastplatz für Volme-Radler

Der Verein hatte 2010 von dem Objekt erfahren und ein Konzept zur

Große Sicherungskästemn erinnerten in dem bauwerk nach an die alte industrielle Nutzung. Foto: Rüdiger Kahlke
Große Sicherungskästen erinnerten in dem Bauwerk noch an die alte industrielle Nutzung.
Foto: Rüdiger Kahlke

künftigen Nutzung erarbeitet. Das Bauwerk war verfallen und musste zum Teil abgerissen werden. Klaus Brunsmeier hatte die Idee in den Regionale-Prozess eingebracht. Zahlreiche Rechtsfragen waren zu klären. Zuvor hatte der Verein bei der Uni Siegen (Forschungsinstitut Wasser und Umwelt) eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Sie fiel positiv aus und zeigte Möglichkeiten der naturschutzgemäßen Nutzung aus.

Bei den autofreien Sonntagen 2012 und 2013 konnten radler den sessighauser Hammer bereits als Rastplatz nutzen. Foto: Rüdiger Kahlke
Bei den autofreien Sonntagen 2012 und 2013 konnten Radler den Sessinghauser Hammer bereits als Rastplatz nutzen.
Foto: Rüdiger Kahlke

Bei den autofreien Sonntagen im Volmetal konnten sich Besucher einen ersten Eindruck von der Anlage und den Plänen verschaffen. Für den geplanten Volme-Radweg soll der Sessinghauser Hammer künftig eine Anlaufstelle sein, der zur Rast einlädt. Der alte Hammer soll Einblick in die frühe wirtschaftliche und handwerkliche Entwicklung der Region geben, für die die Metallverarbeitung prägend ist.

 

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