Mummenschanz
Sind zuversichtlich: Christina Radermacher und Andreas Ermster von der Marionettenbühne "Mummenschanz" sowie Volksbankdirektor Roland Krebs (links) und Marketing-Direktor Marc Kostewitz. Foto: Wolfgang Teipel

Halver/Märkischer Kreis. „Viele schaffen mehr“ – davon ist die Volksbank im Märkischen Kreis überzeugt. Mit der neuen Crowdfunding-Plattenform www.vbimmk.viele-schaffen-mehr.de bietet sie Vereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen die Chance, Geld für Projekte zu sammeln. „Das ist wie eine große digitale Spardose“, sagt Christina Radermacher von der Marionettenbühne „Mummenschanz“.

Die Puppenspieler aus Altena, die in der Heesfelder Mühle ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben, zählen zu den ersten, die die neue Crowdfunding-Plattform nutzen.

Mummenschanz möchte 2400 Euro einsammeln, weil die Bühne einen Anhänger für Puppen, Technik und weitere Ausstattung benötigt. Der Hänger würde für die Marionettenspieler vieles vereinfachen.

Marc Kostewitz: „Absolut geeignetes Projekt“

Auch der Zauberlehrling Theobald zähltneben 15 weiteren Marionetten zum Personal von "Mummenschanz".
Auch der Zauberlehrling Theobald zählt neben 15 weiteren Marionetten zum Personal von „Mummenschanz“.

Für Marc Kostewitz, Abteilungsdirektor Marketing bei der Volksbank, ist das ein absolut geeignetes Projekt. „Die Marionettenbühne bereichert das kulturelle Leben in der Region“, sagt er.  Mummenschanz spielt gratis und hofft auf Spenden, um seine Kosten zu denken. „Beim Crowdfunding-Projekt können Fans und Freunde der Bühne Mummenschanz unkompliziert unter die Arme greifen und ihr etwas zurückgeben.“

Die Idee der Volksbank, die sich auf viele andere kulturellen oder sozialen Projekte übertragen lässt, ist einfach. Viele Menschen haben kreative Ideen, wie sie das Leben für sich und andere noch besser gestalten können. Doch oft fehlt das Geld, um diese Pläne zu verwirklichen. Wenn sich aber viele Unterstützer zusammenschließen, um eine Vision zu realisieren, dann wird oft möglich, was zuvor unmöglich erschien.

Wer kann Projekte einreichen?

Wer kann Projekte einreichen? Alle als gemeinnützig anerkannten Vereine dürfen die Plattform kostenlos nutzen. Dazu zählen beispielsweise Fördervereine von Kindergärten oder Schulen, Sportvereine, Kulturinitiativen oder Jugendeinrichtungen. Eine weitere Voraussetzung: Das Projekt muss im Geschäftsgebiet der Volksbank im MK liegen.

„Zunächst müssen die Gruppen ihr Projekt beschreiben und Fans gewinnen“, erläutert Marc Kostewitz das Verfahren. Für ein Projekt, das zwischen 501 und 1000 Euro kostet, sind mindestens 20 Fans notwendig. Sie müssen innerhalb von zwei Wochen eingesammelt werden.

Fans sammeln und dann geht’s los

„Die Fans sind eine Art Filter“, erklärt der Marketingdirektor. Werde di Mindestzahl nicht erreicht, sei klar, dass das Projekt nicht ausreichend Menschen interessiere. Hat das Projekt aber genug Fans, wird das Projekt für die Finanzierungsphase freigeschaltet. Sie dauert 90 Tage. Wird die gewünschte Summe (oder auch mehr) erreicht, kann das Projekt umgesetzt werden. Wird das Ziel verfehlt, fließt das Geld an die Spender zurück. „Es gilt das Prinzip hopp oder top“, unterstreicht Marc Kostewitz.

Co-Funding durch die Bank

Zurzeit beteiligt sich die Volksbank noch mit einem Co-Funding. Für jede Spende über fünf Euro steuert sie zehn Euro bei. Eine Chance, die sich Vereine nicht entgehen lassen sollten. Marc Kostewitz ermuntert zum Mitmachen: „Wir warten auf weitere Projekte“, versichert er.

Die Marionettenbühne benötigte für ihr Projekt mindestens 25 Fans. Sie waren schnell eingesammelt. Die Finanzierungsphase läuft bis Mitte Dezember. Andreas Ermster und Christina Radermacher sind zuversichtlich, dass danach der ersehnte Anhänger angeschafft werden kann. Ihr Projekt erläutert die Puppenbühne übrigens mit einem kurzen Videoclip. Hier der Link: https://youtu.be/ByJnb9SwMDU

 

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