Die Neuenrader Mannschaft (rechts) in der Aufstellung (von rechts nach links) Florian Schulte, Matthias Cremer-Schulte, Nils Mäder, Henrik Maag beim glücklichen 2:2 gegen Attendorn

Der Jugendviererpokal des Schachbezirks Sauerland kommt nicht richtig in Schwung. Ein normales Turnier mit Halbfinale und Endspiel kam zuletzt vor fünf Jahren zustande. 2009/10 gab es dann ein eigenartiges Dreierturnier, in dem die Svgg. Lüdenscheid siegreich war, und in den Jahren 2010/11 und 2011/12 waren die Bergstädter gar kampflos erfolgreich. Im Letzten Jahr gab es immerhin wieder ein Endspiel zwischen Kspr. Lüdenscheid und Gastgeber Neuenrade, dass nach Hin- und Rückspiel die Bergstädter gewannen.

Jugend-Mannschaftspokalsieger MS Halver-Schalksmühle mit (von links nach rechts) Silas Hardt, Justin Quirin, Rebecca Browning, Alex Browning
Jugend-Mannschaftspokalsieger MS Halver-Schalksmühle mit (von links nach rechts) Silas Hardt, Justin Quirin, Rebecca Browning, Alex Browning

Zum Abschluss der Saison 2013/14 meldeten sich mit Neuenrade, Attendorn und Halver-Schalksmühle nun drei Teams an, die unter Abwesenheit des Titelverteidigers am Samstag in Neuenrade den Pokalsieger in einem Rundenturnier unter sich ausmachten.

MS Halver-Schalksmühle ging als Favorit ins Rennen, denn die Mannschaft hatte drei Spieler aus der NRW-Jugendliga aufzubieten, während die heimischen Schachfreunde nur knapp den Absturz aus der Bezirksjugendliga in die Bezirksklasse vermieden und Attendorn, Zweiter der Bezirksjugendliga, nur mit 3 Spielern anreiste.

In der 1. Runde hatte Halver-Schalksmühle spielfrei. Hier spielte Attendorn gegen Neuenrade. Neuenrade ging kampflos 1:0 durch Florian Schulte in Führung. Glücklich folgte das 2:0 von Matthias Cremer-Schulte, der in einer Verluststellung mit Turm und Qualität weniger einen Mattangriff mit Läufer und Dame drohte, was der Gegner übersah. Attendorn konnte allerdings noch zum 2:2 ausgleichen, denn Nils Mäder und Henrik Maag mussten sich ihren Gegnern geschlagen geben.

In der 2. Runde hatte nun Neuenrade spielfrei. Halver-Schalksmühle spielte gegen Attendorn und ließ dort keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen, denn die Volmestädter besiegten die Hansestädter glatt mit 4:0 (Brett 1 kampflos).

In der 3. Runde hatte Attendorn spielfrei und Neuenrade spielte gegen Halver-Schalksmühle. Für einen Neuenrader Pokalsieg musste ein Mannschaftssieg her. Doch der Favorit ging durch Siege von Rebecca Browning (gegen Nils Mäder) und Justin Quirin (gegen Henrik Maag) schnell 2:0 in Führung, so dass der Titel bereits vergeben war. Matthias Cremer-Schulte verlor gegen Silas Hardt und es stand 0:3 aus Sicht der Hönnestädter. Florian Schulte wollte gegen Alex Browning am Spitzenbrett die Höchststrafe verhindern. Zwischenzeitlich hatte er aber Glück, denn sein Gegner übersah einen Turmgewinn und auch die vorgerückten Freibauern konnte Schulte in Zeitnot entschärfen. Im Turmendspiel hatte er dann 2 Mehrbauern. Er gewann noch einen dritten Bauern und konnte einen Bauern zur Dame umwandeln, so dass sein Gegner seinen letzten Turm für die Dame tauschte und Schulte nun Turm und nach einer zweiten Bauernumwandlung auch noch eine Dame mehr hatte. Doch seine Zeit war um, so dass die Partie nur remis endete.

Die Tabelle: BW
1. MS Halver-Schalksmühle 4:0
2. SF Neuenrade 1:3 7:3
3. SF Attendorn 1:3 3:7

Der Titel geht an das Team vom Fusionsverein Halver-Schalksmühle. Neuenrade belegt aufgrund der Berliner Wertung im direkten Vergleich gegen Attendorn Rang 2.

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