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Lüdenscheid. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie zu Ende gegangen. Bereits um 0 Uhr standen die Beschäftigten von Kirchhoff Witte und KME Menden zum Warnstreik vor dem Kirchhoff Witte-Werkstor in Iserlohn-Sümmern. Für Montag, 2. Mai, planen die Metaller einen gemeinsamen Warnstreik der Beschäftigten von Busch Jaeger Elektro, Hueck und Le Bronce. Um 13.30 Uhr lassen die Kolleginnen und Kollegen der drei Betriebe ihre Arbeit am Gelände von Busch Jaeger Elektro an der Freisenbergstraße ruhen.

Dass die Warnstreiks der Metaller in Mendenstarteten, hatte die Streikleitung ganz bewusst ausgewählt: Schließlich gehört Kirchhoff Witte zum Unternehmensverbund von NRW-Metallarbeitgeberpräsident Arndt Kirchhoff. „Wir machen Ernst. Das Angebot des Arbeitgeberverbands ist indiskutabel“, meint die Erste Bevollmächtigte der IG Metall Märkischer Kreis, Gudrun Gerhardt. Gerhardt sitzt als Mitglied der Verhandlungskommission für die IG Metall mit am Verhandlungstisch für einen neuen Tarifvertrag.

„Das aktuelle Angebot der Arbeitgeber von 2,1 Prozent auf 24 Monate bedeutet, dass man pro Jahr um 1,05 Prozent erhöhen wolle. Das ist ein mickriger Beitrag, selbst bei einer niedrigen Inflationsrate. Zumal die Arbeitgeberseite einfordert, dass die Tariferhöhungen in bestimmten Betrieben auch verschoben werden können soll. Also soll es in manchen Betrieben gar keine Lohnerhöhung geben. Weniger Wertschätzung für die Arbeit der Menschen kann man nicht zeigen“, meint Gerhardt. „Während Produktivität und Rendite in den Unternehmen steigen, soll für die Beschäftigten Stillstand gelten. Dagegen werden wir entschieden vorgehen.“ Geplant sind zunächst einzelne Warnstreik-Aktionen. Sollte es bis zur Pfingstwoche kein annehmbares Angebot geben, bereite man intensivere Arbeitskampfmaßnahmen vor. Denkbar seien zum Beispiel 24-stündige Streiks.

 

 

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