Auf dem Maiplatz wurde eine Musterfläche angelegt. Zu sehen sind mehrere Varianten, wie die Pflasterung der Fußgängerzone in Zukunft aussehen könnte. Das Foto wurde mit der Panoramabildfunktion aufgenommen, so dass die Perspektive verändert dargestellt wird. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Auf dem Maiplatz wurde vor dem ehemaligen Postgebäude eine Musterfläche angelegt. Sie zeigt Alternativen für die zukünftige Gestaltung der Bereiche Alter Markt und Fußgängerzone. Am 6. Januar um 11 Uhr findet ein Ortstermin mit Stadtverwaltung und Politik statt, zu dem alle Bürger/innen eingeladen sind.

Mit Anlage der Musterflächen wurden Proben der verschiedenen Varianten so angelegt, wie später die Innenstadt gestaltet wird. Mittig liegt jeweils das Mobilitätsband mit der Entwässerung. Umgeben wird dieses von Kleinsteinpflaster. Auf der Seite zum Parkplatz auf dem Maiplatz wird die Musterfläche von Betonsteinpflaster ergänzt.

Das Kleinsteinpflaster wurde in verschiedenen Verlegemustern gesetzt, sogenannten Verbänden:

  • Passéverband: Die einzelnen Steine werden entsprechend ihrer natürlichen Größenabweichungen wild versetzt verlegt. Es ergibt sich ein unregelmäßiges aber dadurch lebendig wirkendes Fugenbild. Verlegt im 45-Grad-Winkel zu den Begrenzungen.
  • Römischer Verband: Ebenfalls unregelmäßig erscheinendes Verlegemuster mit Steinen unterschiedlicher Größe. Hier aber parallel zu Begrenzungen wie Fahrbahnen oder Mobilitätsstreifen.
  • Reihenverband: Die Steine werden in gleichmäßigen Reihen verlegt. Die einzelnen Reihen sind zueinander versetzt. Es bilden sich keine Kreuzfugen.
  • Segmentbogenverband: Dekoratives Verlegemuster mit einem Kreisbogen als Konstruktionselement.

Mischung aus vorhandenen und neuen Pflastersteinen

Foto: Bernhard Schlütter

Auf der Musterfläche wurden drei Materialien verlegt. Die dunkleren Varianten des Kleinsteinpflasters bestehen aus dem Bestandsmaterial (Melaphyr) der heutigen Fußgängerzone oder Basaltlava. Hierzu wurde Pflaster aus dem Bestand aufgenommen und neu verlegt. Da Teile des Bestandes bereits beschädigt sind, wird als Alternative zum Melaphyr Basaltlava mit ähnlicher Farbe verlegt. Vorteile sind hierbei unter anderem eine nachhaltige Verwendung des Bestandsmaterials sowie die Bewahrung des Ortsbildes.

Die helle Variante besteht aus Granit. Als robuste Gesteinsart ist Granit besonders langlebig. Hierdurch ändert sich aber auch das Ortsbild und es wird ein ortsuntypisches Material verwendet.

Grundsätzlich können Materialien und Verlegemuster untereinander kombiniert werden. Die Steine werden gesägt oder fein gebrochen. Wegen der ebenen Oberflächen entstehen keine Barrieren.

Mobilitätsstreifen und Entwässerungselemente passen sich farblich und vom Material her dem Kleinsteinpflaster an. Das Mobilitätsband wird mit großen geschliffenen oder sandgestrahlten Platten verlegt, was für eine einfache Begehbarkeit sorgt. Gleichzeitig dienen die Mobilitätsbänder als Orientierungshilfe.

Lichtstele flexibel erweiterbar

Als erstes Ausstattungselement wurde zudem eine Lichtstele installiert. Der gewählte Typ ist dabei besonders flexibel hinsichtlich zusätzlicher Ausstattung. Module für W-Lan, Effektstrahler sowie weitere Anschlüsse können auch nachträglich montiert werden. Als Leuchtmittel werden sparsame und langlebige LEDs genutzt.

Weitere Informationen zu den Materialien und Ausstattungselementen können auf der Homepage der Stadt eingesehen werden. Der Stand der Unterlagen entspricht dabei aber noch dem der Bürgerversammlung vom Juli 2017, ergänzt um Unterlagen zum Bürgerforum vom 12. Oktober 2017.

Eine öffentliche Besichtigung der Musterflächen findet am Samstag, 6. Januar 2018, um 11 Uhr statt. Neben den Ratsmitgliedern sind hierzu alle Interessierten eingeladen. Bei Rückfragen stehen die Fachbereiche Hoch- und Tiefbau (tiefbau@plettenberg.de) sowie Stadt- und Umweltplanung (planungsamt@plettenberg.de) zur Verfügung.

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