Das Kaufhausgebäude am Maiplatz wurde vom schwäbischen Unternehmen Modepark Röther erworben. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Das schwäbische Familienunternehmen Modepark Röther hat die leerstehende Kaufhausimmobilie am Maiplatz erworben und wird dort ein großflächiges Markenmodengeschäft einrichten.



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Da dürften den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, den Kommunalpolitikern und den meisten Bürgerinnen und Bürgern die Steine gleich tonnenweise vom Herzen poltern. Die Zukunft der ehemaligen Real-Immobilie war die drängendste Frage im Zusammenhang mit der bald beginnenden Innenstadtsanierung. Auf Anfrage des TACH bestätigte am Dienstag (14. März) ein Sprecher des Unternehmens aus Michelfeld im Landkreis Schwäbisch Hall den Erwerb des Gebäudes von der Hans Böhne Warenhaus KG. „Da wir uns derzeit in der Planungsphase befinden, kann ich Ihnen zu diesem Standort leider keine weiteren Informationen zukommen lassen“, wurden keine Angaben über die Größe des Modeparks in Plettenberg und den Zeitpunkt der Eröffnung gemacht.

40 Filialen in Deutschland und Österreich

Das Unternehmen Modepark Röther hat zurzeit 40 Filialen (38 in Deutschland und 2 in Österreich). Es besteht seit 1972, begann 1996 mit der Gründung des ersten Modeparks in Schwäbisch Hall zu expandieren. Das Sortiment umfasst 400 Marken für Damen, Herren und Kinder von Bekleidung über Schuhe bis hin zu Schmuck und Accessoires. Der größte Modepark entstand im Jahr 2015 der mit 10.000 Quadratmetern bisher größte Modepark in Berlin-Teltow. Das das kleinste Geschäftshaus befindet sich in Bobenheim-Roxheim mit 3.000 Quadratmetern.

Verkaufsfläche bis zu 6000 Quadratmeter

In Plettenberg wäre eine Verkaufsfläche von bis zu 6000 Quadratmetern möglich. Der Unternehmenssprecher wollte die Ansiedlung von weiteren Geschäften als Mieter (z.B. einen Backshop oder ein Zeitschriftengeschäft) nicht ausschließen, „das haben wir an unseren jetzigen Standorten aber eher selten“.

Über seine Homepage sucht das Unternehmen Modepark Röther laufend neue Standorte für Filialen. Als Anforderungsprofil wird genannt:

  • ab 4.000 m² Verkaufsfläche zzgl. ca. 10 % Nebenfläche
  • 100.000 Einwohner im Einzugsgebiet (Umkreis von ca. 30 km)
  • 100 eigene Stellplätze
  • gute Verkehrsanbindung, gute Einsehbarkeit
  • 2. Geschosse
  • vorliegende Baugenehmigung, bzw. positive Aussage bzgl. einer textilen Nutzung lt. Bauplanungsrecht

Diese Bedingungen sieht das Unternehmen in Plettenberg offenbar erfüllt.

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6 KOMMENTARE

  1. Kik & Co. sollten nichts zu befürchten haben, das Preis- und Qualitätsniveau ist beim Modepark Röther ein anderes. Aber Bonita und Maiworm werden schon bibbern müssen…

  2. Der Modepark Röther hat auch größtenteils die Marken von Hamme und Otto. Also werden die in Konkurrenz zu allen Plettenberger Einzelhändlern im Textilbereich treten. Aber Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft und vielleicht führt es ja tatsächlich dazu, dass Leute von auswärts nach Plettenberg kommen und dann auch mal die Innenstadt betreten. Eine Bereicherung wird der Modepark sicherlich werden.

  3. Wenn ich durch die Innenstadt von Plettenberg gehe und mir den „Besucheransturm“ in den Bekleidungsgeschäften ansehe, frage ich mich jedes mal wovon die eigentlich ihre Stromkosten und Gehälter bezahlen! Abgesehen von KiK! Und wer sich Bekleidung kaufen will aus unserer Umgebung der fährt Samstags nach Lüdenscheid, weil er da mehr Auswahl hat wie C&A, New Yorker usw.! Also werden wir wohl demnächst ein neues Textilgeschäft in Plettenberg haben, wo sich die Verkäuferinnen vor Langeweile die Fingernägel lackieren!

  4. Ob dann in Zukunft alle noch nach Lüdenscheid fahren wird sich zeigen. Von der Auswahl her wird der Modepark denke ich mal nicht schlechter sein. 6000qm ist ja schon eine Ansage. Natürlich wird man es immer noch nicht mit Lüdenscheid vergleichen können. Auch da ich eher davon ausgehe, dass Röther preislich höher sein wird als beispielsweise C&A. Aber die Verantwortlichen bei Röther werden sich auch ihre Gedanken gemacht haben und wenn sich mal ein wenig über die erkundigt, dann zeigt sich ja, dass die ihr Geschäft verstehen. Hoffen wir doch einfach, dass sich der Modepark etabliert und die zum Teil traditionsreichen bestehenden Textilgeschäfte in Plettenberg ihren Platz daneben finden und weiter die Innenstadt bereichern.

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