Märkischer Kreis. Dem Märkischen Kreis ist es erneut nicht gelungen, die geforderte Menge von 110.000 Tonnen Hausmüll zur Verbrennung an das Müllheizkraftwerk zu liefern. Das geht aus der Siedlungsabfallbilanz 2014 hervor. In den 15 Städten und Gemeinden konnten nur 103.000 Tonnen eingesammelt werden. Gründe dafür, so die Kreisverwaltung, seien zum einen die rückläufigen Einwohnerzahlen. Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper dazu: „Wir haben 15.213 Einwohner in vier Jahren verloren.“

Gelbe Tonnen: 30 Prozent Fehlwürfe

Zum anderen seien 30 Prozent sogenannter „Fehlwürfe“ in den gelben Tonnen zu beklagen. „Würde dieser Müll, wie es sich gehört, in der Restmülltonne landen, kämen wir locker auf 110.000 Tonnen.“ Einen enormen Zuwachs habe es beim Bauschutt-Aufkommen gegeben. Dienstel-Kümper: „Ein gutes Zeichen, dann wird auch viel gebaut.“

Ökologischer Abfallwirtschaftsplan

Noch vor der Sommerpause, so die Kreisdirektorin, werden Gespräche mit den südwestfälischen Kreisen zum Thema ökologischer Abfallwirtschaftsplan geführt. Die Landesregierung möchte bekanntlich, dass sich die Kommunen auf die Anlieferung ihres Hausmülls an bestimmte Verbrennungsanlage verständigen. Der Märkische Kreis strebt vor allem eine südwestfälische Lösung an.

Die Umweltpolitiker hörten traditionell auch Jahresbericht der Verbraucherzentrale. Dazu waren Bernhard Oberle und Michael Lücker ins Kreishaus gekommen. Einstimmig beschlossen wurde die 2. Änderung des Landschaftsplanes „Balve – mittleres Hönnetal“. Außerdem gab es für die Ausschussmitglieder Informationen zur Gründung des Naturparks „Sauerland-Rothaargebirge“ und zur Hochwasserrisikomanagementplanung.

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