Wenn sich Maler und Tischler battlen, wird die Schule mit Unterstützung von Yves Thomé zum bunten Ort. ©Yves Thomé

Lüdenscheid. Maler die mit Farbe arbeiten ist nichts Ungewöhnliches, und doch waren die angehenden Malergesellen des Berufskollegs für Technik (BKT) in den vergangenen Monaten auf fremden Terrain unterwegs. Im Rahmen des vom Land NRW finanzierten Kultur- und Schule Programm ist der Lüdenscheider Graffiti-Künstler Yves Thomé in diesem Schuljahr einmal in der Woche am Berufskolleg für Technik am Raithelplatz aktiv und bringt der Oberstufenklasse BMA 51 die künstlerische Seite der sonst im Berufsalltag eher lästigen Schmierereien nahe.

Idee von Lehrer Knut Sassenberg

Auf die Idee Graffiti in den Berufsschulunterricht zu integrieren kam der Lehrer Knut Sassenberg, nachdem Yves Thomé schon im vergangenen Jahr einen zweitägigen Workshop mit dem damaligen Abschlussjahrgang durchgeführt hatte. Bei diesem Workshop wurde der Eingangsbereich der Turnhalle gestaltet.

Teambuildung und gemeinsames Lernen

„Yves hat das so super gemacht. Die Resonanz bei den Schülern war überaus positiv, so dass ich mir überlegt habe, wieso nicht das Ganze wiederholen. Yves hat mich dann auf das Kultur- und Schule-Programm hingewiesen. Unsere Bewerbung war dann auch erfolgreich. Das Ziel ist natürlich, den Horizont der Schüler zu erweitern und über die gemeinsamen Stunden Teambuilding zu fördern und auch etwas über Form- und Farbgebung zu lernen“, so Knut Sassenberg.

Erster Entwurf umgesetzt

Neben der Einführung in die Historie der Graffiti-Kultur, Grundlagen der Typografie und Technikübungen mit der Sprühdose wurden im Klassenverband Ideen für mehrere Wandgestaltungen entwickelt. Die erste wurde am vergangenen Freitag abgeschlossen.

Das fertige Graffiti zeigt zwei junge Handwerker die sich im Armdrücken battlen, flankiert von zwei Schriftzügen und einer Anzeigetafel.

Aktion läuft bis zum Sommer

Genauer betrachtet sieht man einen Schreiner und einen Maler. Letzterer liegt mit 4:0 in Führung. Die lustige Idee dahinter ist die, dass sich die Auszubildenden Schreiner und Maler den Bereich in der Schule teilen und das Bild genau zwischen deren beiden Klassenräumen liegt.

Wie auch auf den Baustellen wird unter den jungen Handwerkern die ein oder andere Spitze ausgeteilt und sich geneckt.

Bis zum Sommer haben die angehenden Maler noch die Möglichkeit ihre erlernten Fähigkeiten zu vertiefen und die ein oder andere Wand im Innen- sowie im Außenbereich zu gestalten. Die ersten Ideen und Entwürfe sind schon vorhanden und unter Aufsicht von Yves Thomé wird die Schule ein etwas bunterer Ort.

Eine Fortsetzung ist ebenfalls angedacht um auch der jetzigen Mittelstufe im nächsten Schuljahr dasselbe Angebot machen zu können.

 

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