• Heider: heimische Wirtschaft braucht funktionierende Infrastruktur

Hagen. Sie ist die Lebensader des südlichen Sauerlandes: Die A45. Wie an einer Perlenschnur sind Gewerbegebiete an ihr aufgereiht. Doch die Lebensader kommt allmählich in die Jahre. In den nächsten 20 Jahren müssen alleine 38 Brücken saniert werden, u.a. auch die Lennetalbrücke bei Hagen als Tor zum Sauerland. Kostenpunkt insgesamt: Wohl mehr als 1,3 Milliarden Euro.

Lennetalbrücke5Die Mittelstandsvereinigung Südwestfalen nutze daher die Gelegenheit um sich vor Ort an der Baustelle zu informieren. Die Ursache für den hohen Sanierungsbedarf an den Brücken an der A 45 liegt an der hohen Verkehrs-belastung. Ursprünglich gingen die Planer der A 45 von 20.000 Fahrzeugen pro Tag aus. Inzwischen sind es jedoch über 80.000 Fahrzeuge.

Dr. Matthias Heider, CDU Bundestagsabgeordneter aus dem Märkischen Kreis und Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung, zeigte sich beein-druckt von den Dimensionen. „Der Neubau der Lennetalbrücke ist zurzeit wohl das interessanteste Autobahnbauprojekt in Südwestfalen“, so der CDU Politiker, der auch Mitglied im Wirtschaftsschuss im Bundestag ist.

Lennetalbrücke4Die Arbeiten haben ein Auftragsvolumen von über 100 Millionen Euro. Der Plan sieht vor, zunächst neben die bestehende, marode Autobahnbrücke eine neue Brücke zu bauen, auf die dann der Verkehr umgeleitet werden soll. Im Anschluss wird die bestehende Brücke abgebrochen und eine weite-re Brücke gebaut. Der verantwortliche Bauträger Straßen.NRW rechnet mit einer Bauzeit von fünf Jahren, Ende 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Es ist wichtig, dass die Arbeiten zeitnah und effizient umgesetzt wer-den können“, betonte Heider bei der Führung. Zurzeit kann die Brücke auf-grund ihrer Schäden von schweren LKW nicht mehr befahren werden. Spe-diteure und die Lieferanten großer Maschinen müssen daher große Umwe-ge in Kauf nehmen.

Der Wirtschaftspolitiker wies aber auch darauf hin, wie wichtig ein sechsspuriger Ausbau der A45 sei. „Unsere heimische Wirtschaft und die Menschen in Südwestfalen brauchen eine funktionierende Infrastruktur. Das bedeutet gerade auch bei Autobahnen, das sie in gutem Zustand sind und auch wachsende Verkehrsströme bewältigen können müssen.“

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