Einmal Käfig mit Tresen: Die 3. Thekentour in Lüdenscheid begann mit einem recht außergewöhnlichen Event auf Lüdenscheids Sternplatz. Fotos: Iris Kannenberg

Lüdenscheid. Wer bei dieser Thekentour#3 am 13. Tag des Mais 2017 etwas werden wollte, musste schwarz gewandet und mit dunkler Sonnenbrille auf dem Sternplatz Bier zapfen. Und dabei eine blaue Kette tragen.



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Stylischer Auftritt der „Willis“

Wer am Samstag auf dem Sternplatz punkten wollte, musste schwarz gewandet, eine blaue Kette tragen.

Sehr stylisch war der Auftakt zu Vol. 3 auf dem Sternplatz, wo man den Kulturverein „Onkel Willi & Söhne“ fast vollständig versammelt hinter dem ebenfalls schwarzen Tresen antraf.

Große Männer, viele Tattoos und jede Menge Bärte lockten nicht nur zahlreiche Mädels auf den Platz, sondern auch den einen oder anderen Neugierigen, der sich fragte, was genau dieser schwarze Container mit Käfig obendrauf dem Rest der Welt wohl zu sagen hatte.

Nun, der Käfig blieb den Künstlern vorbehalten, die sich wie im Fall der Band „AMPERSAND“ zwischenzeitlich lieber schnell vor einem kleinen Gewitter in Sicherheit brachten, ehe sie zu einer sehr avantgardistischen, aber dafür hell leuchtenden Deko des Bierstandes knapp zwei Meter unter ihnen werden konnte. So ein Blitz am frühen Abend mitten hinein in eine Cover-Band, kann schon den einen oder andern größeren „Kolateral-Schaden“ verursachen…

Under the dome

Künstler im Käfig. Einen eher ungewohnten Ausblick auf ihre Künstler boten die Veranstalter dem anwesenden Publikum am Samstag auf dem Sternplatz.

Unter dem Käfig oder auch „under the dome“ wurde sehr schnell deutlich, dass hier nicht nur ziemlich gute und sehr männerlastige Stimmung vorherrschte, sondern auch jeder, dem danach war, in den Genuss kam, die „Willis“ einmal ganz persönlich und von ganz nahe kennenzulernen.

Fazit: Sie mögen Bier, Perlenketten, Rock´n Roll und auch mal eine Zigarette. Wie kann es anders sein bei einem Verein, der sich aus Männern zusammensetzt, die diesen Namen wahrhaftig noch verdienen.

Ein Lebensgefühl

Eigentlich ist es ja nur ein „Familientreffen“.

Denn diese „harten Typen“ gaben sich nahbar und familiär und waren trotz rundum tätowierten Äußeren ein- und sanftmütig samt Frau und Kindern um den langen Tresen versammelt.

Ein Familientreffen war es auf jeden Fall, dieses Eröffnungsevent auf dem Sternplatz. Sympathisch zudem. Denn „Onkel Willi und Söhne“, das ist nicht nur ein Verein, das ist ein komplettes Lebensgefühl.

Ziemlich cooles „Hipster-Feeling“ meets hier ein großes, ernstgemeintes „I love you Lüdenscheid“. Und das ganze ist noch sichtbar gepaart mit viel aktiver, gelebter Kreativität. Diese kleine „Armee der Bärtigen“ trifft anscheinend nicht nur den Nerv der Zeit, sie eilt ihr auch immer schon eine ganze Meile voraus.

Großes Herz

So muss es aussehen, das coole Hipster-Paar: Er mit Bart und Sonnenbrille, sie mit Mütze. Yves Bubert und seiner Freundin macht in Sachen „Style“ so leicht niemand etwas vor.

Nach „Walk the Line“ am Lüdenscheider Bahnhof hatte es die Thekentour#3 nicht ganz so leicht, dieses vorangegangene Ausnahme-Event zu toppen.

Aber: Das wollten sie auch gar nicht, diese endentspannten „Willi-Typen“. Sie waren auch an diesem Abend nur einfach das, was Lüdenscheid im Moment wohl braucht:

Ein verrückter Haufen. Mit einem großen Herzen für eine kleine Stadt.

 

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