Ministerpräsidentin Hannlore Kraft (hier mit Harald Metzger und Gordan Dudas) war Gast der Ausstellungseröffnung im Museum. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Mit der Eröffnung der Ausstellung „125 Jahre SPD Lüdenscheid“ hat der SPD Stadtverband seine Veranstaltungen zum 125. Geburtstag der Partei vor Ort eingeleitet. Prominenter Gast der Ausstellungseröffnung in den Städtischen Museen war SPD-Landesvorsitzende und NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.



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„Keine andere Partei kann sich auf so treue Mitglieder stützen wie die SPD“, sagte Stadtverbandsvorsitzender Gordan Dudas anlässlich der Ausstellungseröffnung und berichtete von einer mittlerweile 80-jährigen Lüdenscheidern, die in ihrem Leben nie eine andere Partei gewählt habe, als die SPD.

Einzigartige Familiengeschichten

Nur bei den Sozialdemokraten gebe es Familien, die über Generationen Druck und Verfolgung Stand gehalten hätten, berichtete Harald Metzger bei der Vorstellung der Ausstellung und der Festschrift. Geschichten wie die, dass Familien aus Angst vor den Nazis SPD Fahnen vergraben, sie nach dem Krieg wieder ausgebuddelt und sie dann auf dem Gebiet der DDR unter dem Druck der Kommunisten wieder eingegraben hätten bis sie 1989 nach dem Mauerfall in Freiheit wieder ganz offen SPD stehen konnten – solche Familiengeschichten gebe es eben nur in der SPD.

Harald Metzger führte Hannelore Kraft durch die Ausstellung. Foto: Wolfgang Teipel
Harald Metzger führte Hannelore Kraft durch die Ausstellung. Foto: Wolfgang Teipel

Festschrift zum Jubiläum

Metzger erinnerte an die vielen Menschen, die in Lüdenscheid Großes für die Sozialdemokratie geleistet hätten. Einige von ihnen, wie Gründer Franz Iserloh, August Schlingmann, Willi Kattwinkel oder auch Erwin Welke werden in der Festschrift, die zum Jubiläum erschienen ist, ausführlich vorgestellt. Die Festschrift ist im Museum zum Preis von fünf Euro erhältlich.

Bemerkenswert sei auch die Beständigkeit, die die Partei in Lüdenscheid unter Beweis gestellt habe. 30 Jahre Stadtverbandsvorsitz verteilten sich auf gerade einen Mann und eine Frau – nämlich Rolf Scholten und Karin Löhr. Die Bundespartei habe in diesem Zeitraum weitaus mehr Verschleiß gezeigt.

Gerechtigkeit im Mittelpunkt

SPD-Landesvorsitzende Hannelore Kraft erinnerte in ihrer Festansprache an die Gerechtigkeit als zentrales Thema der Partei. „Schon vor 125 Jahren ging es um nichts anderes.“ Vieles von dem, was heute selbstverständlich erscheine, sei hart erkämpft worden. „Deshalb müssen wir an einem solchen Tag auch an die Menschen erinnern, die für ihren Einsatz schikaniert, verfolgt, gefoltert oder auch ermordet worden sind.“

Zur SPD gehörten Menschen, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. „Dazu zählen auch die jungen Leute. Wir müssen uns ihnen nur öffnen“, forderte Hannelore Kraft. Ein wichtiges Thema sei die Bildungsgerechtigkeit. „Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft.“ Nicht umsonst sei die SPD aus den sogenannten Arbeitsbildungsvereinen entstanden.

Hannelore Kraft wehrt sich dagegen von Migrantinnen und Migranten zu sprechen. „Das sind unsere Mitbürger“, betonte sie. Ob Bildung, Mindestlohn, Integration, Inklusion oder auch Rente – nur der Zusammenhalt der Gesellschaft führe in eine gute Zukunft für alle. „Dafür steht die SPD“, sagte Hannelore Kraft.

Weitere Veranstaltungen

Die Ausstellung in den Städtischen Museen ist noch bis 28. Mai zu sehen. Für Dienstag, 13. Mai, lädt die SPD zu einer Veranstaltung ins Kulturhaus ein. Unter dem Motto „Fair und sicher statt billig und prekär“ geht es ab 18.30 Uhr um die gerechte Gestaltung der Arbeitswelt. Am Mittwoch, 14. Mai, geht es bei einer Diskussionsveranstaltung im Museum ab 18 Uhr um das Thema „Stadtentwicklung Lüdenscheid – Rückblick und Ausblick“. Am Samstag, 17. Mai, findet ab 18 Uhr im Museum die Jubiläumsfeier mit Jubilarehrungen, Kabarett, Musik und Tanz statt. Festredner ist NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider.

 

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