Nach dem Brand in der Lagerhalle in Hunswinkel wurde Stadtalarm für die Feuerwehr Meinerzhagen ausgelöst. Fotos: Rüdiger Kahlke

Meinerzhagen. Bei einem Großbrand in Hunswinkel an der Listertalsperre entstand heute Morgen ein Millionenschaden. Die Lagerhalle, in der drei große Schlepper und weitere Fahrzeuge standen, brannte völlig aus. Dietmar Boronoswski, Sprecher der Kreispolizei, gab die Schadenshöhe am Mittag mit ca. „eine Million Euro“ an. Angaben zur Ursache des Feuers konnte er noch nicht machen. Ein Brandsachverständiger sucht nach möglichen Ursachen.

Zeitungsbotin sah Rauch aus Halle quellen

Die Feuerwehr war gegen 5.10 Uhr am Morgen alarmiert worden. Eine Zeitungsbotin hatte gesehen, dass Rauch aus der Fahrzeughalle drang. Sie informierte einen Nachbarn. Der alarmierte nach einem Blick auf die Halle die Feuerwehr, schildert Ulrich Blumenrath, Sprecher der Feuerwehr Meinerzhagen, das Geschehen am frühen Morgen. Nachdem zunächst zwei Löschzüge ausrückten, wurde schnell Stadtalarm für die gesamte Wehr ausgelöst. Etwa 100 Kräfte aller vier Löschzüge waren im Einsatz, so Ulrich Blumenrath. Gegen 8.30 Uhr konnte das Feuer gelöscht werden. Eine Gefahr ging von den in der Halle lagernden Gasflaschen aus, die gekühlt werden mussten. Einige Flaschen explodierten. Trümmer schlugen in einem Nachbarhaus ein. Wegen Einsturzgefahr war die Halle zunächst begehbar.

Unersetzliche Sammlerstücke verbrannt

In der Halle waren auch Sammlerstücke landwirtschaftlicher Fahrzeuge abgestellt. Blumenrath sprach von „Einzelstücken, die nicht zu ersetzen sind.“ Ein Brand mit diesen Ausmaßen habe es lange nicht in Meinerzhagen gegeben.

Das Löschwasser aus den Hydranten reichte für den Großeinsatz zunächst nicht aus. Da die Bäche zur Lister Hochwasser führen, war die Wasserentnahme hier kein Problem. Ablaufendes Löschwasser war zum Teil „mit Dieselkraftstoff kontaminiert“, so Ulrich Blumenrath. Die Feuerwehr hatte Ölsperren errichtet, um Umweltschäden zu vermeinen. Die Listerstraße war bis zum Vormittag in beiden Richtungen gesperrt.

DRK sorgt für Verpflegung

Das DRK Meinerzhagen war mit alarmiert worden. Die Helferinnen und Helfer hatten in der Nähe des Brandortes eine Verpflegungsstelle eingerichtet, um die Feuerwehr bei dem mehrstündigen Einsatz zu unterstützen. Insbesondere für die Atemschutz-Träger sei eine Flüssigkeitszufuhr wichtig, so Blumenrath. Nach gut vierstündigem Einsatz konnten die ersten Kräfte im Laufe des Vormittags wieder abrücken. Zurück blieb eine rauchende Ruine.

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