Bildungsreferentin Margarita Kaufmann begrüßte mehr als 200 Teilnehmer zur 6. Hagener Bildungskonferenz. Foto: Clara Berwe/Stadt Hagen

Hagen. „Wir müssen uns auf eine veränderte Normalität einstellen.“ Dafür plädierte der renommierte Migrationsforscher und Psychologe Mark Terkessidis im Rahmen der 6. Bildungskonferenz in der Käthe-Kollwitz-Schule. Dazu hatte das Bildungsnetzwerk Hagen eingeladen. Mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Institutionen und Organisationen aus dem Bildungsbereich nahmen daran teil.



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Mehr als 200 Teilnehmer

Nach der Begrüßung durch Bildungsdezernentin Margarita Kaufmann, Jochen Becker, Leiter des Fachbereichs Bildung, und Schulleiterin Bettina Hund warf Dozent Terkessidis einen kritischen Blick auf den Umgang mit dem Thema Migration in Schule und Gesellschaft. Er machte deutlich, dass Flucht und Zuzug schon seit Jahrzehnten in Deutschland Realität sind und sieht alle vor einer „postmigrantischen“ Gestaltungaufgabe.

Vielfalt akzeptieren und gestalten

Auch die Inhalte der viel diskutierten Inklusion seien nicht neu, sondern schon lange aktuell. In seinem Vortrag setzte sich Terkessidis nicht nur kritisch mit den Begrifflichkeiten „Vielfalt“ und „Integration“ auseinander, sondern vor allem auch mit schulpolitischen und pädagogischen Fragen. „Wir müssen Vielfalt als Normalität akzeptieren und gestalten“, plädierte der Migrationsforscher.

Zusammenarbeit vor Ort

Nach dem Impulsvortrag fanden sich die Teilnehmer in elf fachspezifischen Workshops zusammen. Am Ende des Tages wurden mehrere neue Vereinbarungen zur Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung und Erziehung vor Ort geschlossen. Auch Bildungsdezernentin Margarita Kaufmann forderte die Änderung der Blickrichtung: „Wir müssen uns auf das konzentrieren, was uns verbindet – nicht auf das, was uns trennt. Jedes Kind ist ein Quereinsteiger.“

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