Metropolis auf der Waldbühne Lüdenscheid sollte man nicht verpassen! Fotos: Rene Achenbach

Lüdenscheid. Am Freitag, den 01.07.2016 und Samstag, den 02.07.2016 jeweils um 20:00 Uhr gastiert das „N.N. Theater, Neue Volksbühne Köln“ mit dem Schauspiel „Metropolis“ nach dem Stummfilm von Fritz Lang auf der Waldbühne Lüdenscheid. Noch heute gilt der mittlerweile 90 Jahre alte Stoff, als Meisterwerk der Science Fiction. Das N.N. Theater bringt ihn jetzt wie immer mit aktuellen Bezügen auf die Bühne. Metropolis 02 c Rene Achenbach

Metropolis – eine gigantische, futuristische Großstadt

Zwei streng voneinander getrennte Welten: oben die Oberschicht, die in luxuriösen Wolkenkratzern lebt, unten die Arbeiter, die unter der Erdoberfläche ein arbeits- und entbehrungsreiches Leben fristen. Sie halten die Maschinen in Bewegung, die das Leben der Oberschicht erst möglich machen. Natürlich werden sie dabei überwacht, kontrolliert und bespitzelt. Unerlaubt taucht eines Tages die junge Arbeiterin Maria in der Oberstadt auf. Freder, der Sohn des „Herrschers“ über Metropolis, verliebt sich auf der Stelle in Maria und folgt ihr in die „Welt der Arbeiter“, lernt diese Welt kennen und ihr Leid und Schrecken fürchten.

Erste sozialkritische Science Fiction

Die Verfilmung von Fritz Lang ist der erste sozialkritische Science Fiction. Der Film mahnte auf seine Weise vor Ausbeutung, Unterdrückung und Überwachung. Sind diese Mahnungen auch heute, 90 Jahre später, noch relevant? Das N.N. Theater wird mit seiner aktuellen Inszenierung „Metropolis“ diese Frage auf die heutige Theater-Bühne stellen – ernsthaft, aber auch unterhaltsam und humorvoll.

Metropolis 09 c Rene AchenbachWohl kaum ein anderer deutscher Film hat in der Popularkultur des 20. Jahrhunderts so viele Spuren hinterlassen wie Fritz Langs „Metropolis“. Er wurde als erster Film ins UNESCO-Weltdokumentenerbe aufgenommen und gilt noch heute als Meisterwerk der Science-Fiction. Dabei polarisierte das produktionstechnische Mammutunternehmen der Ufa seit seiner Uraufführung am 10. Januar 1927 gleichermaßen Kritiker, Historiker und Publikum. Bis heute existieren verschiedene, oft gänzlich unvereinbare Interpretationen des legendären Science-Fiction-Prototypen nebeneinander. Wo immer in einem Science-Fiction-Film die „Stadt der Zukunft“ visualisiert wird, wird fast zwangsläufig die himmelgreifende „Oberwelt“-Architektur aus „Metropolis“ bemüht. Bei Lang sind Bauten und Maschinen jedoch mehr als nur Kulisse, sie sind mit charakterähnlichen Eigenschaften versehene Bedeutungsträger. So fand der urbane Organismus Metropolis in den Großstadtgemälden des amerikanischen Film-Noir der 40er Jahre seine psychologisch und stilistisch konsequenten Nachfahren.

Inszenierung von Michl Thorbecke

In einer Inszenierung von Michl Thorbecke spielen Irene Schwarz, Aischa Lina Löbbert, Nils Buchholz und Oliver Schnelker. Die Musik ist von Bernd Kaftan.Metropolis 05 c Rene Achenbach

Bei schönem Wetter finden beide Veranstaltungen auf der Waldbühne statt. Im Zweifelsfall ist an den Veranstaltungstagen ist ab 15:00 unter der Telefonnummer 02351 171299 ein Anrufbeantworter geschaltet, der Auskunft drüber gibt, ob die Aufführung auf der Waldbühne oder (bei schlechtem Wetter) im Kulturhaus stattfindet.Metropolis 03 c Rene Achenbach

Festes Schuhwerk und warme Kleidung sind auch bei gutem Wetter empfehlenswert, da es in den Abendstunden im Wald zwar schön und romantisch aber auch kühl ist und die Waldwege eben Waldwege sind. Ein Speisen und Getränkeverkauf findet vor Ort statt. Es dürfen aber auch Speisen und Getränke mitgebracht werden.

Die Waldbühne Lüdenscheid liegt im Stadtpark Lüdenscheid. Parkmöglichkeiten gibt es entlang der Parkstraße. Der Zugang zur Waldbühne erfolgt über den Parkplatz des Hotels Mercure.

Für die Veranstaltung gibt es noch Karten zu Preisen von 13,00 € bis 18,50 €, zzgl. 10% VVk. Geb. an der Theaterkasse des Kulturhauses (Tel: 02351/ 171299) und – nach Vorrat – noch an der Abendkasse vor der Veranstaltung. An der Abendkasse gilt ein erhöhter Eintrittspreis. Weitere In

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