Für faireren Wettbewerb in der Logistik: Dr. Matthias Heider (Mitte) mit den geschäftsführenden Gesellschaftern der Heuel Logistics Stefan Heuel (links) und Christoph Heuel (rechts).

Meinerzhagen. Wenn es um das Thema Personal geht, dann bilden sich Sorgenfalten auf der Stirn von Christoph Heuel, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Heuel Logistics mit Sitz im Meinerzhagener Gewerbegebiet Darmche. Gemeinsam mit seinem Vetter Stefan, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter, berichtete er dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider von den Herausforderungen der Logistikbranche.



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Ausbildungsplätze für Berufskraftfahrer

„Es wird immer schwieriger, motiviertes Personal zu finden“, erläuterte Christoph Heuel. Regelmäßig bietet sein Unternehmen Ausbildungsplätze zum Berufskraftfahrer an. „Für uns sind besonders Soft Skills wichtig: Wer pünktlich, zuverlässig und motiviert ist, hat große Chancen auf einen Ausbildungsplatz bei uns“, so Heuel.

Schwierige Wettbewerbsbedingungen

Sorgen machen dem Geschäftsführer des 90 Jahre alten Familienunternehmens aber auch die Wettbewerbsbedingungen mit osteuropäischen Speditionen. „Wir scheuen nicht den Wettbewerb, wir stellen ihm uns gerne“, betonte Heuel.

Leider werde der Wettbewerb der Unternehmen aber häufig auf Kosten der Mitarbeiter ausgetragen. „Es kann nicht sein, dass einige Fahrer mehrere Monate im Lkw verbringen müssen und nicht nach Hause zu ihren Familien können“, kritisierte er. Eine so lange Zeit nur im Führerhaus eines Lkw zu leben sei unmenschlich.

Sozialdumping osteuropäischer Speditionen

Durch diese Form des Sozialdumpings verschafften sich osteuropäische Speditionen Wettbewerbsvorteile, „bei denen wir schon im Sinne unserer Mitarbeiter nicht mitgehen können.“

Matthias Heider sagte den beiden Geschäftsführern zu, die Themen aufzugreifen. Der Lüdenscheider ist im Bundestag zuständig für Wettbewerbspolitik. „Es bietet sich an, dass die EU im Binnenmarkt gemeinsame Standards im Speditions- und Logistikbereich setzt, damit Wettbewerbsnachteile verhindert werden und Sozialstandards im Sinne der Beschäftigten eingehalten werden können“, so der CDU-Politiker. Heider bot gleich auch einen regelmäßigen Austausch an. „Wir wollen in Nordrhein-Westfalen gerne regelmäßig ins Gespräch kommen, um einen besseren Austausch mit dem Speditions- und Logistikgewerbe zu haben.“

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