Der Unternehmer und Meinerzhagener Ehrenbürger Otto Rudolf Fuchs ist tot. Foto: Albrecht

Meinerzhagen. Meinerzhagen trauert um seinen Ehrenbürger Otto Rudolf Fuchs. Der Unternehmer ist in der Nacht zum Samstag wenige Wochen vor seinem 88. Geburtstag gestorben.

Eigene Stiftung gegründet

Otto Rudolf Fuchs zeigte sich selten in der Öffentlichkeit. Gleichwohl galt er in der Volmetal als großzügiger Förderer. So gründete er beispielsweise eine Stiftung für Soziales und Kulturelles in seiner Heimatstadt, die er mit einem Kapital von einer Million Euro ausstattete.

Sein Name ist eng mit dem Aufstieg des Familienkonzerns verbunden

Mit ihm und seinem Vater Hans Joachim Fuchs ist auch der internationale Aufstieg des Familienkonzerns eng verbunden.
Otto Rudolf Fuchs wurde am 14. Januar 1928 als Sohn von Hans Joachim Fuchs in Meinerzhagen geboren. Von 1934 bis 1938 besuchte er die Grundschule, anschließend von 1938 bis 1940 die Mittelschule. Dann wechselte er zum Zeppelin-Gymnasium, wurde aber von 1944 bis zum Kriegsende als Luftwaffenhelfer eingesetzt. Nach dem Abitur im Jahr 1947 nahm Otto Rudolf Fuchs ein Maschinenbaustudium an der TH Stuttgart auf, das er 1952 mit dem Diplom abschloss.

Zunächst Chef in Dülken

Am 1. Mai 1954 trat er nach mehrmonatigem Berufspraktikum in den USA in den väterlichen Betrieb in Meinerzhagen ein. Zunächst leitete er die Abteilung Druck- und Spritzguss, in der unter anderem Mercedes-Sterne hergestellt werden. 1956 übernahm er die Leitung des Zweigwerkes in Dülken, das in den sieben Jahren unter seiner Führung einen beachtlichen Aufschwung erlebte.

1963 trat Otto Rudolf Fuchs mit 35 Jahren in die Geschäftsführung von Otto Fuchs ein und wurde als weiterer Kommanditist in die Gesellschaft aufgenommen. Es begann der Ausbau des Meinerzhagener Unternehmens zu einem international operierenden Konzern.

1974 übernahm Otto Rudolf Fuchs die persönliche Haftung und damit die Leitung des Konzerns. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1992 erfolgte eine Neuordnung der Beteiligungen an der Gesellschaft. Otto Rudolf Fuchs und seine Halbschwester Christiane Fuchs übernahmen je 50 Prozent der Gesellschaftsanteile, die übrigen Gesellschafter schieden aus dem Unternehmen aus.

Mit seinem 65. Geburtstag am 14. Januar 1993 beendete Otto Rudolf Fuchs die Geschäftsführung als persönlich haftender Gesellschafter, begleitete das Unternehmen aber weiterhin aktiv als Kommanditist.

2003 zum Ehrenbürger ernannt

Für seine persönliche und unternehmerische Lebensleistung sowie das Engagement für das wirtschaftliche und gesellschaftliche Wohl der Stadt und seiner Bürger wurde Otto Rudolf Fuchs am 18. September 2003 zum bisher einzigen Ehrenbürger der Stadt ernannt. Außerdem ist er – gemeinsam mit Dr. Manfred Luda, Hermann Braun und Jürgen Pietsch – Träger des Ehrenrings der Stadt.

 

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