Das Blockheizkraftwerk wurde komplett zerstört. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg

Plettenberg. Im Ortsteil Pasel in Plettenberg hat am Samstag das Blockheizkraftwerk einer Biogasanlage gebrannt. Es war vermutlich aufgrund eines technischen Defektes in Brand geraten. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen des Betreibers mehrere hunderttausend Euro.

Die die Feuerwehr mitteilt, hatte die interne Brandmeldeanlage den Betreiber der Anlage automatisch über sein Handy informiert. Unverzüglich alarmierte dieser über den Notruf 112 die Kreisleitstelle in Lüdenscheid. Um 13.35 Uhr wurden die hauptamtlichen Kräfte der Feuer- und Rettungswache alarmiert.

Schwarze Rauchsäule über der Einsatzstelle

Der Einsatz in Pasel. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg
Der Einsatz in Pasel. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg

Über der Einsatzstelle stand eine schwarze Rauchsäule. Die ehrenamtlichen Kräfte der Löschgruppe Eiringhausen wurden noch auf der Anfahrt vom Einsatzleiter nachalarmiert.

Bei Eintreffen der Feuerwehr stand die Anlage bereits im Vollbrand. Mitarbeiter der Biogasanlage hatten vergeblich versucht, die Flammen mit Handfeuerlöschern zu bekämpfen. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen mit einem Löschrohr mit Druckluftschaum. Dabei trugen die Einsatzkräfte schweren Atemschutz.

Reichlich Nahrung für die Flammen

In der Anlage gelagerte Betriebsöle und Schmierstoffe sowie Kabel gaben dem Feuer reichlich Nahrung. Zum Glück gelang es der Feuerwehr, dass Übergreifen der Flammen auf eine sogenannte Verdichtungsanlage zu verhindern.

Gas für für Wochen über Notfackel verbrannt werden

Für die Biogasanlage bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung da diese im ausreichenden Abstand zur Brandstelle steht. Das Blockheizkraftwerk wandelt die durch die Biogasanlage entstehenden Gase in Wärmeenergie und elektrischen Strom um, und speist diese dann ins öffentliche Netz ein. Da die Anlage durch das Feuer komplett zerstört wurde, muss nun das Gas mit einer „Notfackel“ verbrannt werden. Aus diesem Grunde wird in den nächsten Wochen im Bereich der Biogasanlage in bestimmten Zeitabständen Tag und Nacht ein Feuerschein zu sehen sein. Die Nachlöscharbeiten an der Anlage gestalteten sich schwierig. Unter anderem mussten Teile der Anlage zerlegt werden um an Glutnester heranzukommen. Aufgrund der hohen Temperaturen standen die Atemstrupps unter einer sehr hohen körperlichen Belastung. Um 14:37 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

 

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