Menschen mit Behinderung wünschen sich mehr Kulturveranstaltungen.

Hagen. Die Stadt Hagen, der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Anbieter aus dem Bereich der Behindertenhilfe haben bei der zehnten Regionalplanungskonferenz im Rathaus an der Volme einen Austausch mit Menschen mit Behinderung organisiert. Während die vorherigen Konferenzen bislang nur Daten, Fakten und Planungen rund um die Integration von Menschen mit Behinderung in Hagen thematisierten, ging es diesmal um die Wünsche der betroffenen Menschen. In mehreren Workshops diskutierten die Teilnehmer die Fragen: Wie will ich leben? Wie bestimme ich mit? Wie will ich meinen Tag gestalten?



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Regionalkonferenz mit Workshops

Im Anschluss an die Workshops haben die Teilnehmer Wünsche und Forderungen zusammengetragen und vorgestellt. Auf der Wunschliste stehen eine verständliche Kommunalpolitik, mehr Selbsthilfegruppen und mehr Informationen in leicht verständlicher Sprache. Im Bereich des Wohnens fordern sie mehr barrierefreie und bezahlbare Wohnungen. Dazu gehören auch eine gute Verkehrsanbindung, kurze Wege und gute Nachbarn.

Barrierefreies Kino steht auch auf der Wunschliste.

Einige betroffene Menschen fordern mehr Angebote für die Freizeit: Sie wünschen sich Wohnhäuser mit Gemeinschaftsräumen für Spiele und für die Planung gemeinsamer Unternehmungen, ein barrierefreies Kino und mehr Kulturveranstaltungen. Dabei ist deutlich geworden, dass es für Menschen mit Behinderung wichtig ist, dass Veranstaltungen zukünftig organisiert werden, die eine problemlose Begleitung und einen Hin- und Rücktransport ermöglichen. Auch die Idee für einen offenen Treff für Menschen mit Behinderung, der von mehreren Anbietern gemeinsam organisiert wird, fand Anklang.

Bericht im nächsten Jahr

Reinhard Goldbach, Leiter des Fachbereichs Jugend und Soziales, lobt die konstruktive und vielfältige Gemeinschaftsarbeit: „Die verschiedenen Themen, die für Menschen mit Behinderungen wichtig sind, werden jetzt im Sozialausschuss weiter bearbeitet. Wir werden prüfen, welche Umsetzungsmöglichkeiten die Stadt hat.“ Weiterhin betonte er die Wichtigkeit, dass die Idee zu einem Bildungs- und Teilhabepaket für Menschen mit Behinderung an die Politiker des Bundes herangetragen wird. In der Konferenz im nächsten Jahr soll dann berichtet werden, welche Ideen umgesetzt werden konnten.

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