Süßer die Kassen nie klingen . . und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Dank guter Konjunktur geht es den Lüdenscheidern gut – rein statistisch gesehen. Nach Angaben des Landesamtes für Information und Technik IT.NRW  hatte jeder Lüdenscheider im Jahr 2011 rein rechnerisch 23 604 Euro in seiner Haushaltskasse. Dabei handelt es sich um das sogenannte verfügbare Einkommen. Dieses Geld können private Haushalte nach der sog. Einkommensumverteilung, also abzüglich Steuern und Sozialabgaben und zuzüglich empfangener Sozialleistungen, durchschnittlich für Konsum- und Sparzwecke ausgeben. Im Jahr 2010 waren es noch 22 702 Euro. 2004 lag der Betrag mit 19 196 Euro deutlich darunter.



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Spitzenplatz für Schalksmühle

Unter den 396 Städten und Gemeinden nimmt die Bergstadt mit Rang 53 einen Platz im oberen Siebtel der Liste ein. Spitzenreiter ist wie in vielen Jahren zuvor die Gemeinde Schalksmühle. Platz 1 unter den Städte und Gemeinden zwischen Rhein und Weser bedeutet ein verfügbares Jahreseinkommen von immerhin 46 101 Euro. Auch Meinerzhagen (Platz 10) Herscheid (Platz 19), Halver (Platz 31) und Balve (Platz 36) liegen vor der Bergstadt. Schlusslicht im Märkischen Kreis ist Werdohl auf Rang 266 (durchschnittlich 19 113 Euro verfügbares Jahreseinkommen).

NRW-weit rangierten Selfkant im Kreis Heinsberg (14 296 Euro) und Kranenburg im Kreis Kleve (14 229 Euro) am unteren Ende der Skala. Beide Gemeinden liegen in Grenznähe zu den Niederlanden und haben einen hohen Anteil von Einwohnern mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die ihren Arbeitsplatz im Ausland haben und in Deutschland keine Einkommensteuer zahlen.

Überall ein Anstieg

Insgesamt belief sich das verfügbare Einkommen 2011 in Nordrhein-Westfalen auf rund 357,8 Milliarden Euro. Unter den Städten und Gemeinden des Landes erreichten die beiden Städte Köln (20,5 Milliarden Euro) und Düsseldorf (13,5 Mrd. Euro) die höchsten Einkommenssummen. Damit verfügte jeder Einwohner Kölns statistisch gesehen über 20 234 Euro. In der Landeshauptstadt lag dieser Wert durchschnittlich bei 22 873 Euro. In allen 396 Städten und Gemeinden des Landes war das verfügbare Einkommen höher als im Jahr 2010. Den größten Zuwachs des verfügbaren Einkommens ermittelten die Statistiker für die Stadt Salzkotten (+8,6 Prozent).

Berechnungsgrundlage verbessert

Die vorliegenden Ergebnisse basieren nach Angaben von IT.NRW auf den 2011 revidierten Ergebnissen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Die Einbeziehung neuer Datenquellen und umfassendere Berechnungsgrundlagen ermöglichten eine höhere Ergebnisqualität. Früher veröffentlichte Daten verlieren durch die Revision ihre Gültigkeit.

Foto: © mdworschak – Fotolia.com

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