Märkischer Kreis. (pmk). Der Märkische Kreis braucht Ärzte, um die Versorgung der Menschen auf Dauer zu sichern. Wie das zu erreichen ist, diskutierten die Mitglieder des Kreisausschusses in ihrer jüngsten Sitzung.

Der Märkische Kreis vergibt mit Beginn des Wintersemesters am 1. Oktober 2015 vier Stipendien an Medizinstudenten für die Dauer von maximal vier Jahren. Die angehenden Ärzte sollen Beihilfen in Höhe von 500 Euro monatlich bekommen. Das hat der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit den Stimmen von CDU, SPD und Bündnisgrünen beschlossen. Die Kreispolitiker folgten damit der Empfehlung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales. Letzte politische Hürde für das Stipendium ist der Kreistag, der am 18. Dezember zusammen kommt.

Dass der Märkische Kreis auf einen ärztlichen Notstand zusteuert, war Konsens unter den Fraktionen. Unterschiedliche Auffassungen gab es lediglich darin, ob ein vom Kreis vergebenes Stipendium daran etwas ändern kann. Während vor allem die Fraktionsvorsitzenden von FDP, UWG und Die Linke die positive Wirkung eines Stipendiums auf die Ansiedlungswilligkeit von Ärzten im Märkischen Kreis bestritten, warben die CDU und SPD massiv dafür, es zu versuchen und „zumindest einen ersten Schritt zu wagen“. 480.000 Euro wird das Medizinstipendium den Märkischen Kreis insgesamt kosten.

In allen anderen Tagesordnungspunkten zeigten die Mitglieder des Kreisausschusses Einigkeit. Sowohl die Gebührensatzung für die Bioabfallentsorgung, die Übertragung der Sammlung des Transports dieses Bioabfalls auf den Märkischen Kreis, die Zusammenlegung der Förderschulen in Lüdenscheid, Altena und Meinerzhagen, die Übernahme der Aufgaben des Betreuungsrechts von der Stadt Lüdenscheid sowie die Änderung des Gesellschaftervertrages der Südwestfalen Agentur GmbH wegen der Erhöhung der Stammeinlage des Vereins für Südwestfalen e.V. wurden einstimmig beschlossen.

Die Beratung über den Kreishaushalt 2015 wurde in die Sitzung des Kreisausschusses in der kommenden Woche verschoben.

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