Auszeichnung des Geschichts- und Heimatvereins für die Eigentümergemeinschaften des Doppelhauses Lösenbacher Straße 1-3. Fotos: Elke Teipel

Lüdenscheid. Medaillen fallen nicht vom Himmel. Aber wenn ein Haus durch seine liebevolle Aufarbeitung dem Geschichts- und Heimatverein auffällt, dann verdienen seine Eigentümer eine Medaille. Dem Verein gefiel das Doppelhaus Lösenbacher Straße 1-3 ganz ausgezeichnet. Und so zeichnete die Vorsitzende Dr. Arnhild Scholten am Montag die Eigentümergemeinschaften mit Medaille und Urkunde aus – ein Schmuckstück mehr für das Schmuckstück an exponierter Stelle der Stadt.

Medaillen und Urkunden als Belohnung
Medaillen und Urkunden als Belohnung

Baujahr 1913

Dieser Weg war kein leichter Weg, berichteten die Eigentümer. Ihre Erfahrung: Renovierung im Zeichen des Denkmalschutzes kostet Zeit, Nerven und Geld. Bernd Eisenhuth, einer der Eigentümer, erinnert sich an zeitraubende Abstimmungen mit den Behörden und an kostspielige Maßnahmen. Ein Beispiel: Die Fenster, Glaskunst über der Tür. Eisenhuth und die anderen Eigentümer (Nathalie Löbel, Christina Gregoire, Michael Schmidt und Verwalter Martin Sprenger) freuten sich über die Anerkennung: „Es ist eine Ehre“.

Glaskunst ist kostspielig
Glaskunst ist kostspielig

Start 2014

Die Mitglieder des Arbeitskreises Denkmalschutz gehen mit offenen Augen durch die Stadt. Und ihnen sei das Doppelhaus an der Lösenbacher Straße aufgefallen, erzählt Dr. Arnhild Scholten. Monatelang sei es eingerüstet gewesen, dann aber habe es den Arbeitskreis begeistert.

„Dezent in der Farbgebung, die Fassade fügt sich schön ein, die Haustür ist im Original erhalten, die Fenster sind kleinteilig und das Mauerwerk wurde nicht verkleistert“, lobt die Vorsitzende die einfühlsame Renovierung.

Kostspielige Maßnahmen

Schmuckelement über der Tür
Schmuckelement über der Tür

Und so liest sich das in der Urkunde: Das in strengen Neubrockformen errichtete Dopplehaus wurde im jahr 1913 errichtet und fällt insbesondere durch den vierachsigen Mittelrisalit mit seinen polygonalen Erkern auf. Bei der Renovierung des Gebäudes haben es die Eigentümergemeinschaften des Doppelhauses verstanden, den urpsprünglichen Charakter des Hauses zu erhalten…so dass das Bauwerk seiner stadtbildprägenden Bedeutung weiterhin gerecht werden kann.“

Beitrag zur Identität der Stadt

2014 starteten die Eigentümer ihr Projekt, für alle ein aufwändiges Verfahren – für den Geschichts- und Heimatverein ein vorbildlicher Beitrag zur schönen Stadt. Vorsitzende Dr. Arnhild Scholten, Geschäftsführer Rolf Kürby und die Mitglieder des Arbeitskreises bedankten sich „für den behutsamen Umgang mit dem von den Eigentümern genutzten Gebäude und für den geleisteten Betrag zur Identität unserer Stadt.“

 

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