Die FDP-Landtagsabgeordnete Yvonne Gebauer (auf dem Foto mit Michael Schulte) erläuterte die Vorstellungen ihrer Partei zur Bildungspolitik. Foto: privat

Plettenberg. „Für weltbeste Bildung“ wirbt die nordrhein-westfälische FDP in ihrem Wahlkampf. Wie genau das aussehen soll, diskutierte die Kölner Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Bildungspolitik der FDP-Landtagsfraktion, Yvonne Gebauer, am Dienstag mit interessierten Bürger/-innen im Hotel Restaurant Haus Battenfeld. Die „Kein-Kind-zurücklassen-Politik“ von Ministerpräsidentin und Bildungsministerin führe dazu, dass man sich den Schwächsten anpasse.

Das sei eine der großen Baustellen, die in der Landespolitik angefasst werden müssten. Das Leistungsniveau sinke stetig. „Wir entlassen Bildungsverlierer ins Leben“, bemängelt Gebauer. Die rot-grüne Landesregierung wolle kein Kind zurücklassen. „Das führt dazu, dass das Niveau immer den Schwächsten angepasst wird“, sagt die Bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion. Das ginge auch einher mit einer Abi-Inflation. Immer mehr Kinder machten ein gutes Abitur, die Hochschulen müssten dann nachschulen.

Real- und Hauptschulen stärken

Um gegen diese Entwicklung anzukämpfen, müssen man auch die Real- und Hauptschulen wieder stärken. Vor allem aber müssten Fächer wie Wirtschaft etabliert werden. Ein großes Problem bleibe aber der Unterrichtsausfall. „Wir brauchen eine Lehrerversorgung von 108 Prozent“, sagt Gebauer. Nur dann könnten auch Krankheitsausfälle ausgeglichen werden.

Viele Bürgerinnen und Bürger diskutierten im Hotel Restaurant Haus Battenfeld mit der FDP-Politikerin. Foto: privat

In Plettenberg riss Yvonne Gebauer noch weitere Themen an: Schulstruktur, Inklusion, Integration und Digitalisierung. Es kam auch die Frage auf, ob es nicht sinnvoll wäre, ob Bildung Bundessache sei. Dem stimmte Gebauer zu, sagte aber auch, dass sich die Minister dann selbst abschaffen müssten.

„Wir könnten noch bis morgen früh diskutieren“, stellte Gebauer zu fortgeschrittener Stunde fest, woraufhin der FDP-Ortsvorsitzende Michael Schulte den Abend langsam ausklingen lies.

„Ich bin begeistert, wie viele Leute meiner Einladung gefolgt sind und heute Abend mit uns diskutiert haben“, sagt Schulte. Im Rahmen des liberalen Forums des FDP-Kreisverbandes Märkischer Kreis und den Ortsverbänden kommen immer wieder Redner aus Landes- und Bundespolitik in den Märkischen Kreis, um mit interessierten Bürgern über aktuelle Themen zu diskutieren.

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