Massenandrang an der Mensch-Maschine: Eine Schulklasse aus Werdohl stürmte am Donnerstag die interaktive Skulptur von Ruudi Beier und Peter Wellach.

Lüdenscheid. Nach 19 Jahren und über einer Million Besucher erstmals eine Sonderausstellung: Phänomenta-geschäftsführer Dr. Johannes Pöpping ist sichtlich stolz auf das, was die Erweiterung des Wissenschaftslabors jetzt möglich macht. Am Donnerstag wurde die erste Sonderausstellung zum Thema „Energie“ eröffnet.

Die Phänomenta erklärt Wissenschaft auf anschauliche Weise. Was lag also näher, als beim Start einer Reihe von Sonderausstellungen das Thema „Energie“ mit dem menschlichen Körper zu verbinden.

Körpererklärer Fritz Kahn

Ruudi Beier und Peter Wellach haben das Exponate nach dem Vorbild der Schautafeln des Körpererklärers Fritz Kahn geschaffen.
Ruudi Beier und Peter Wellach haben das Exponate nach dem Vorbild der Schautafeln des Körpererklärers Fritz Kahn geschaffen.

Das ist auf spektakuläre Weise gelungen. Die beiden Berliner Künstler Ruudi Beier und Peter Wellach haben sich eine Schautafel des Körpererklärers Fritz Kahn zum Vorbild genommen und seine berühmten Bilder zur Mensch-Maschine in eine interaktive Skulptur transformiert. „Wir haben das Schaubild verlebendigt“, sagte Ruudi Beier bei der Ausstellungseröffnung.

Und so erlebte eine Schulklasse aus Werdohl am Donnerstagvormittag voller Begeisterung das Gehirn der Mensch-Maschine als Schaltzentrale, das Herz als Kolbenpumpe, den Magen als Raffinerie und stellte fest: Der ganze Körper ist ein hocheffizientes System aus Röhren, Motoren, Förderbändern.

Energiepfad führt zu 16 Exponaten

Wer die Mensch-Maschine besucht, muss auch Energie mitbringen. Von hier aus geht’s auf einen Energiepfad durch die Phänomenta. Er führt zu insgesamt 16 Exponaten, die mehr über Sonne, Wind und Wasser – die Urquellen von Energie – verraten. So ganz nebenbei erfahren die Besucher dann beispielsweise, dass Lüdenscheid rund 75 Millionen Bäume benötigen würde, wenn der tägliche CO2-Ausstoß vollständig ausgeglichen werden müsste. So vereinen die Ausstellungsmacher Wissenschaft und Praxis. „Die Phänomenta ist der perfekte Ort für eine solche Sonderausstellung“, unterstrich Dr. Johannes Pöpping.

Unterstützung durch Stadtwerke Lüdenscheid

Ruudi Beier(Foto) hat "Phänomen Energie" zusammen mit Peter Wellach entwickelt.
Ruudi Beier(Foto) hat „Phänomen Energie“ zusammen mit Peter Wellach entwickelt.

Die Stadtwerke Lüdenscheid haben die Sonderausstellung, die von beier+wellach projekte, Berlin, entwickelt worden ist, maßgeblich unterstützt. Zudem haben sie im Rahmen eines Bildungsprogramms dafür gesorgt, dass 4000 Schülerinnen und Schüler die Phänomenta kostenlos besuchen konnte.

2016, berichtete Dr. Johannes Pöpping weiter, laufe ein neues Projekt. Es heißt „Kultursprinter“. Die Zusammenarbeit zahlreicher Bildungsträger aus dem Märkischen Kreis ermöglicht es Schülergruppen, mit dem „Kultursprinter“ kostenlos zur Phänomenta aber auch anderen kulturellen Einrichtungen oder Museen im Märkischen Kreis fahren.

Die Sonderausstellung „Phänomen Energie“ wird bis zum 17. April 2016 zu sehen sein.

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