Maßarbeit an der Hochbehälter-Baustelle: Ein Kran schwenkt das schwere Bauteil an seinen Platz.

Lüdenscheid. Maßarbeit an der Stadtwerke-Baustelle: Langsam hebt ein Autokran ein tonnenschweres sechs Meter hohes Betonelement auf und schwenkt es bis auf den Zentimeter genau in die großes Baugrube im Waldgebiet „an der Höh“. Die im Siegener Traditonsunternehmen Drössler maßgefertigen Bauteile bilden später die äußere Hülle des neuen Wasser-Hochbehälters, den die Stadtwerke Lüdenscheid zurzeit „an der Höh“ errichten lassen.

Wenn sich der Ring der Fertigbauteile geschlossen hat, werden sie mit Spannseilen dicht zusammengezogen. Anschließend werden die Fugen mit wasserdichtem Mörtel vergossen. Bevor die Bodenplatte gegossen wird und die vier Stützpfeiler für die abschließende Decke eingesetzt werden, wird zunächst noch eine Dichtheitsprüfung vorgenommen.

Kosten liegen bei zwei Millionen Euro

Die vier Auslassungen werden die Stützpfeiler für die abschließende Decke aufnehmen.
Die vier Auslassungen werden die Stützpfeiler für die abschließende Decke aufnehmen.

Die Stadtwerke Lüdenscheid investieren rund zwei Millionen Euro in den Bau des neuen Hochbehälters. Die Anlage ersetzt zwei ältere Behälter zur Speicherung und zum Transport hochwertigen Trinkwassers. Das Fassungsvermögen beträgt 2000 Kubikmeter (zwei Millionen Liter).

Der neue Hochbehälter soll Ende 2016 in Betrieb gehen. Er wird im Auftrag der Stadtwerke Lüdenscheid errichtet. Das Projekt wird von ENERVIE Vernetzt und dem Netzservice der ENERVBIE-Gruppe koordiniert.

Die demografische Entwicklung, ein abnehmender Pro-Kopf-Verbrauch sowie ein Rückgang des Wasserverbrauchs in der Industrie sorgen dafür, dass die Stadtwerke Lüdenscheid ihre Wasser-Verteilsysteme und ihre Speichervorhaltung an den zukünftigen Bedarf anpassen müssen. Dazu gehört auch eine Analyse und Neudimensionierung der Trinkwasserbehälter im Stadtgebiet.

Bauwerk verschwindet in der Erde

Vom neuen Hochbehälter selbst wird nach der Fertigstellung nicht mehr viel zu sehen sein: Das Bauwerk mit einem runden Grundfläche (Durchmesser etwa 28 Meter, Höhe fünf Meter und dem vorgelagerten Schieberhaus) wird größtenteils in die Erde eingelassen. So wie der inzwischen abgerissene Behälter wird auch der neue Wassertank mit Erdreich überdeckt. Nach der Fertigstellung sind nur noch die Zuwegung, der Eingangsbereich, ein Erdhügel und die Zaunanlage sichtbar.

Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here